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Kieler Wissenschaftler untersuchen Therapieregime für Brustkrebs mit wenigen Metastasen

Mittwoch, 20. Februar 2019

/dpa

Kiel – Die Behandlung von Frauen mit einer sogenannten Oligometastasierung ihres Brustkrebses wollen Wissenschaftler um Jürgen Dunst, Direktor der Klinik für Strahlentherapie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, verbessern. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Vorhaben mit 1,8 Millionen Euro.

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Die Prognose für Patientinnen mit metastasiertem Mammakarzinom hat sich laut den Forschern in den vergangenen Jahren verbessert. Ein Forschungsschwerpunkt liegt laut den Wissenschaftlern auf Frauen mit bis zu fünf Metastasen, einer sogenannten Oligometastasierung. Für sie seien in kleinen Kollektiven Fünf-Jahres-Überlebensraten von bis zu 50 Prozent beschrieben worden. Die Patientinnen hatten in diesen Fallserien eine lokale Therapie der Metastasen erhalten, meistens eine Operation. Neben der Systemtherapie haben sich in den vergangenen Jahren auch die Diagnostik und lokale Therapie entscheidend verbessert. Laut den Forschern besteht die Hoffnung, dass oligometastasierte Erkrankungen möglicherweise durch eine Kombination aus Systemtherapie und lokaler Therapie der Metastasen längerfristig zurückgedrängt und auch dauerhaft geheilt werden könnten. 

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„OLIGOMA ist eine randomisierte Studie, in der der Stellenwert einer lokalen Therapie als Ergänzung zur medikamentösen Therapie bei Patientinnen mit bis zu fünf klinisch detektierte Metastasen, geprüft wird“, erklärte Dunst. Konkret geht es bei der lokalen Therapie um die Bestrahlung von Metastasen. Bundesweit werden laut Dunst mindestens 50 große Kliniken teilnehmen. Das Brustzentrum am UKSH, Campus Kiel, fungiert als Referenzzentrum.

„Es wird angenommen, dass die Metastasen durch die zusätzliche Radiotherapie längerfristig besser kontrolliert werden und dass dadurch die Zeit bis zur Progression, also dem Fortschreiten der Erkrankung, verlängert wird“, erläutert Kathrin Dellas, Oberärztin der Klinik für Strahlentherapie am Campus Kiel.

„Die neue Strahlentherapiestudie OLIGOMA ergänzt das bereits umfassende Angebot an Behandlungsoptionen“, betonte Nicolai Maass, Direktor der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe und Leiter des Brustzentrums am Campus Kiel. Endgültige Ergebnisse würden in fünf bis acht Jahren vorliegen. © hil/aerzteblatt.de

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