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Ärzteschaft

Ärzte warnen Jugendliche: Keine Tattoos selber stechen

Mittwoch, 20. Februar 2019

/nito, stockadobecom

Köln – Der Berufsverband der Kinder- und Jugendmediziner (BVKJ) warnt junge Menschen davor, sich zu Hause mit Nähnadel und Farbe selbst ein Tattoo zu stechen. Mit dem neuen Trend „Stick and poke“ seien Infektionsrisiken verbunden, erklärte Verbandssprecher Hermann Josef Kahl heute in Köln. Viele Jugendliche bestellten sich das Zubehör für „Stick and poke“ online, weil Tattoostudios keine Minderjährigen bedienten, um sich nicht strafbar zu machen.

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Laut Kahl können über den Stichkanal gefährliche Keime in den Körper eindringen und Krankheiten verursachen, besonders wenn Nadeln von Freunden mitbenutzt und nicht richtig gereinigt würden. Bis heute sei auch nicht geklärt, welche Schäden oder chronischen Erkrankungen die über Jahrzehnte unter der Haut verbleibenden Farben im Körper anrichten. Eine Entfernung mit Lasertechnik gelinge nie vollständig; oft blieben Reste oder Narben zurück.

Die Jugendärzte empfehlen Eltern ein ruhiges Gespräch mit ihrem Nachwuchs über die Gesundheitsgefahren des Tattoos. Zudem geben sie zu bedenken, „dass sichtbare Tattoos je nach Branche immer noch Karrierekiller sein können“. © kna/aerzteblatt.de

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Lusa
am Montag, 18. Mai 2020, 23:38

Risiken

Außerdem muss den TätowierungsinteressentInnen ganz unmissverständlich klar gemacht werden, dass alle Folgen der Tätowierung inklusive der Spätfolgen niemals* von der Krankenkasse bzw. Solidargemeinschaft bezahlt werden, sondern einzig und allein vom Tätowierten. Dieses kann durchaus eine sechsstellige Summe erreichen und den Heranwachsenden in den Ruin treiben.

*so ist es doch hoffentlich, oder?
LNS

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