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Ärzteschaft

KV Thüringen ruft Politik auf: Ärzte und Psychotherapeuten als Partner begreifen

Donnerstag, 21. Februar 2019

/dpa

Weimar – Die Ver­tre­ter­ver­samm­lung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Thüringen wehrt sich gegen Regelungen des geplanten Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG). Zwangsmaßnahmen, Diskreditierung der Ärzte und Psychotherapeuten und populistische Versprechungen führten nicht zu einer besseren Versorgung der Patienten, sondern weckten bei den Patienten nicht erfüllbare Hoffnungen und frustrierten diejenigen, die sich seit Jahrzehnten in der ambulanten Versorgung engagierten, hieß es aus der KV.

Explizit wehren sich die Thüringer KV-Delegierten unter anderem dagegen, Ärzte pauschal zu längeren Sprechzeiten zu zwingen, die Befugnisse der Terminservice­stellen auszuweiten, die Vergütungen für technische Leistungen zu kürzen und undifferenziert chronisch kranke Patienten gegenüber Menschen mit dem kurzfristigen Wunsch nach einem Facharzttermin zu benachteiligen.

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Die Politik sollte die ambulant tätigen Ärzte und Psychotherapeuten vielmehr als Partner bei der öffentlichen Daseinsvorsorge zu begreifen, fordern die Delegierten. Sinnvolle Ansätze zur ärztlichen und psychotherapeutischen Versorgung einer älter werdenden Bevölkerung seien eine Patientensteuerung innerhalb der Ärzteschaft, neue Instrumente der Fernbehandlung, die Kooperation von Strukturen der Notfall­versorgung sowie weitere Kooperationen, die Abschaffung der Budgets für die Versorgung der gesetzlich versicherten Patienten und das Zusammenwirken von Politik und Heilberuflern, um die Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung zu verbessern.

„Wir wiederholen unser seit Jahren bestehendes Angebot, mit Ihnen und den Patienten gemeinsam sinnvolle Instrumente zur ärztlichen und psychotherapeutischen Versorgung einer älter werdenden Bevölkerung zu entwickeln“, appellieren die KV-Delegierten an die Politik. © hil/aerzteblatt.de

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