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Aktualisierte FORTA-Liste zur Arzneimitteltherapie bei alten Menschen

Donnerstag, 21. Februar 2019

/Tyler Olson, stockadobecom

Mannheim – Eine aktualisierte sogenannte FORTA-Liste hat das Institut für Klinische Pharmakologie der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg vorgestellt. Es basiert auf dem Konzept „Fit-fOR-The-Aged“ (FORTA), das die medikamentöse Therapie älterer Menschen verbessern soll. Hintergrund ist, dass sich mit dem Altern der Organismus auch hinsichtlich seiner Reaktion auf Arzneimittel verändert, was häufig dazu führt, dass Arzneimittel weniger gut vertragen werden oder weniger wirksam oder gar unwirksam sind. 

Die jetzt veröffentlichte FORTA-Liste 2018 teilt die Alterstauglichkeit von insgesamt 296 Substanzen für 30 alterstypische Erkrankungen nach ihrer Wirksamkeit und Verträglichkeit in vier Kategorien ein: A: unverzichtbar, B: vorteilhaft, C: fragwürdig, D: vermeiden.

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Die Liste enthält positive als auch negative Empfehlungen für die Behandlung älterer Patienten. „Hierdurch werden nicht nur Arzneimittel, die nicht mehr gegeben werden sollten, sondern gerade auch bei älteren Patienten erprobte Medikamente heraus­gehoben, die oft nicht gegeben werden“, hieß es aus dem Institut.

Das FORTA-Prinzip ist in mehreren Studien, zuletzt 2016 in einer randomisierten klinischen Studie (VALFORTA), positiv validiert worden. Es zeigte sich, dass aufgrund der verbesserten Pharmakotherapie Nebenwirkungen vermieden und das Befinden der Patienten deutlich verbessert werden konnte (Age Ageing 2016; doi: 10.1093/ageing/afv200).

Die FORTA-Liste wurde als Orientierungshilfe vor allem für Ärzte, aber auch Apotheker mit Kenntnis der Patientendaten entwickelt. „Patienten kann sie nur zu Informations­zwecken dienen. Keinesfalls sollten Patienten aufgrund dieser Liste ohne Rücksprache mit ihrem Arzt oder Apotheker ihre Medikation verändern“, warnt das Institut.

© hil/aerzteblatt.de

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