NewsVermischtesAktualisierte FORTA-Liste zur Arzneimitteltherapie bei alten Menschen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Aktualisierte FORTA-Liste zur Arzneimitteltherapie bei alten Menschen

Donnerstag, 21. Februar 2019

/Tyler Olson, stockadobecom

Mannheim – Eine aktualisierte sogenannte FORTA-Liste hat das Institut für Klinische Pharmakologie der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg vorgestellt. Es basiert auf dem Konzept „Fit-fOR-The-Aged“ (FORTA), das die medikamentöse Therapie älterer Menschen verbessern soll. Hintergrund ist, dass sich mit dem Altern der Organismus auch hinsichtlich seiner Reaktion auf Arzneimittel verändert, was häufig dazu führt, dass Arzneimittel weniger gut vertragen werden oder weniger wirksam oder gar unwirksam sind. 

Die jetzt veröffentlichte FORTA-Liste 2018 teilt die Alterstauglichkeit von insgesamt 296 Substanzen für 30 alterstypische Erkrankungen nach ihrer Wirksamkeit und Verträglichkeit in vier Kategorien ein: A: unverzichtbar, B: vorteilhaft, C: fragwürdig, D: vermeiden.

Anzeige

Die Liste enthält positive als auch negative Empfehlungen für die Behandlung älterer Patienten. „Hierdurch werden nicht nur Arzneimittel, die nicht mehr gegeben werden sollten, sondern gerade auch bei älteren Patienten erprobte Medikamente heraus­gehoben, die oft nicht gegeben werden“, hieß es aus dem Institut.

Das FORTA-Prinzip ist in mehreren Studien, zuletzt 2016 in einer randomisierten klinischen Studie (VALFORTA), positiv validiert worden. Es zeigte sich, dass aufgrund der verbesserten Pharmakotherapie Nebenwirkungen vermieden und das Befinden der Patienten deutlich verbessert werden konnte (Age Ageing 2016; doi: 10.1093/ageing/afv200).

Die FORTA-Liste wurde als Orientierungshilfe vor allem für Ärzte, aber auch Apotheker mit Kenntnis der Patientendaten entwickelt. „Patienten kann sie nur zu Informations­zwecken dienen. Keinesfalls sollten Patienten aufgrund dieser Liste ohne Rücksprache mit ihrem Arzt oder Apotheker ihre Medikation verändern“, warnt das Institut.

© hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

23. April 2019
Frauenfeld – DocMorris will stationären Apotheken nach der Einführung elektronischer Rezepte (E-Rezepte) weitere Marktanteile abjagen. Während Patienten heute erst 1,3 Prozent aller
DocMorris wittert Millionengeschäft mit E-Rezepten
18. April 2019
Frankfurt am Main – Ärzte haben im vergangenen Jahr rund 50 Millionen grüne Rezepte mit OTC-Präparaten („over the counter“, also rezeptfreie Präparate) an Patienten weitergegeben, etwa zwei Prozent
Grünes Rezept für rezeptfreie Arzneimittel immer beliebter
12. April 2019
Berlin – Dass der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) bei Orphan Drugs und beschleunigt zugelassenen Arzneimitteln künftig „anwendungsbegleitende Datenerhebungen“ veranlassen können soll, ist bei einer
Arzneimittel: Experten streiten über neue Pflicht zur Datenerhebung
12. April 2019
London – Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine Sicherheitsprüfung des Anti-CD52-Antikörpers Alemtuzumab eingeleitet. Anlass sind Berichte über immunvermittelte Zwischenfälle sowie
EMA prüft Sicherheit von MS-Wirkstoff Alemtuzumab
10. April 2019
Berlin – Patienten sollten Nebenwirkungen von Arzneimitteln – oder den Verdacht darauf – den dafür zuständigen Behörden und nicht einem privaten Start-Up melden. Das betonte die Arznei­mittel­kommission
Ärzte lehnen das Melden von Nebenwirkungen an Unternehmen ab
9. April 2019
Berlin – Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Bundes­ärzte­kammer (BÄK) und Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) dringen darauf, dass die neue Software mit
Ärzte lehnen zusätzliche Kosten für Arzneimittelinformationssystem ab
9. April 2019
Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) warnt vor Regelungen im Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV), die die Therapiefreiheit für Ärzte einschränken und die
LNS LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER