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Medizin

Reduktion von Alkoholkonsum durch individuell angepasste Internetintervention

Freitag, 22. Februar 2019

/tirachard, stockadobecom

Köln – Mit einer individuell angepassten Internetintervention kann der Alkoholkonsum bei Risikotrinkern wirksam reduziert werden. Dies zeigen Jördis M. Zill und Co-Autoren auf der Grundlage einer randomisierten kontrollierten Studie in der aktuellen Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes (Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 127–33). Von den Teilnehmern der Interventionsgruppe, Erwachsenen mit einem problematischen Trinkverhalten, wurde nach sechs Monaten deutlich weniger Alkohol als in der Kontrollgruppe konsumiert. Ihren Angaben zufolge waren sie zu diesem Zeitpunkt durchschnittlich an 3 Tagen weniger im vergangenen Monat betrunken als Teilnehmer der Kontrollgruppe. Auch die Häufigkeit des Binge-Drinking war deutlich zurück­gegangen.

Grundlage der Studie war eine neu entwickelte Software zur Onlineintervention und unterstützenden Behandlung bei problematischem Umgang mit Alkohol (Vorvida). Das Programm verbindet verschiedene Elemente aus der kognitiven Verhaltenstherapie, die individuell an den jeweiligen Nutzer angepasst werden. So entwickelt dieser in einer Art simuliertem Dialog unter anderem eine realistische Zielsetzung und Möglichkeiten für einen angemessenen Umgang mit Situationen, in denen das Risiko für Alkohol­missbrauch hoch ist.

Die Autoren berichten, dass nach der 6-monatigen Intervention der durchschnittliche tägliche Alkoholkonsum im zurückliegenden Monat um etwa die Hälfte zurück­gegangen sei. Im Vergleich zur Kontrollgruppe, die erst später Zugang zu dem Programm hatte, tranken die Teilnehmer der Interventionsgruppe täglich durch­schnittlich 11 g weniger Alkohol. In Übereinstimmung damit stieg innerhalb der 6 Monate der Anteil der Teilnehmer mit risikoarmem Trinkverhalten von etwa 8 auf 39 %. Insgesamt 94 % der Teilnehmer der Studie würden die neue Intervention an Freunde mit ähnlichen Problemen im Umgang mit Alkohol weiterempfehlen.

Ein riskanter Umgang besteht der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zufolge bei Konsum einer Reinalkoholmenge von mehr als 24 g für Männer und 12 g für Frauen. Eine sogenannte alkoholbezogene Störung wurde im Jahr 2016 deutschlandweit als zweithäufigste Diagnose in Krankenhäusern festgestellt und stand mit 74.000 Todesfällen in Zusammenhang. © js/aerzteblatt.de

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