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Innere Strahlentherapie Option bei Brustkrebs­patientinnen mit niedrigem Risiko für einen örtlichen Rückfall

Freitag, 22. Februar 2019

/Thomas Andreas, stock.adobe.com

Berlin – Eine sogenannte innere Strahlentherapie (Brachytherapie) kann Vorteile gegenüber einer äußeren perkutanen Bestrahlung bieten: Die Therapiedauer ist kürzer und das Verfahren ist gewebe- und hautschonender. Bei Patientinnen mit niedrigem Risiko für einen örtlichen Rückfall gilt die alleinige Brachytherapie mittlerweile als Alternative zur Gesamtbrustbestrahlung, da sie hinsichtlich des Therapieergebnisses bei diesen Patientinnen gleichwertig ist. Darauf hat jetzt die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) hingewiesen.

„Bei Brustkrebs kommt meist die Multikatheter-Brachytherapie zur Anwendung, bei der mehrere dünne Plastikschläuche in die Brust im Bereich des ehemaligen Tumors eingeführt werden“, erklärt Katja Lindel, Direktorin der Klinik für Radioonkologie am Städtischen Klinikum Karlsruhe/MVZ Strahlentherapie. Dieser Eingriff dauert 30 bis 45 Minuten. Für die eigentliche Bestrahlung, die nur wenige Minuten dauert, werden die Katheterschläuche gleichzeitig an ein spezielles Brachytherapiegerät/Bestrahlungs­gerät angeschlossen. Durch die Katheter wird eine Strahlenquelle direkt bis vor Ort in das Gewebe eingeführt und danach wieder entfernt. Die Applikationskatheter verbleiben bis zu vier oder fünf Tage in der Brust, damit die Bestrahlung wiederholt erfolgen kann. Vor der Entlassung aus der Klinik werden die Katheter entfernt.

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Das Verfahren kam bislang vornehmlich bei zwei Patientengruppen zum Einsatz: Bei Patientinnen mit hohem Lokalrezidivrisiko, also Patientinnen mit größeren oder brustwandnahen Tumoren oder mit aggressiveren Krebstypen im Anschluss an die konventionelle Bestrahlung. Diese Therapie dient laut der DEGRO dazu, die ehemalige Tumorregion zusätzlich besonders intensiv zu bestrahlen.

Eine zweite Gruppe, die von der Technik profitiert, sind Frauen mit örtlichem Brustkrebsrückfall, bei denen erneut eine brusterhaltenden Therapie angestrebt wird. „Diese Patientinnen hatten bereits eine Strahlentherapie bei Ersterkrankung erhalten, daher ist die maximale Gewebeschonung, besonders der Haut, extrem wichtig“, erläuterte Stephanie Combs, Pressesprecherin der DEGRO.

Relativ neu ist laut der DEGRO der Einsatz bei Patientinnen mit niedrigem Risiko für einen örtlichen Rückfall. Hier gilt inzwischen die alleinige Brachytherapie als Alternative zur Gesamtbrustbestrahlung, da sie hinsichtlich des Therapieergebnisses bei diesen Patientinnen gleichwertig ist. ,„Für die Patientinnen liegen die Vorteile klar auf der Hand: Kürzere Behandlungszeit und bessere Schonung von Haut und umliegenden Gewebe“, so Combs. © hil/aerzteblatt.de

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