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Politik

Koalition verschiebt Neuregelung der Psychotherapie

Freitag, 22. Februar 2019

/loreanto, stock.adobe.com

Berlin –Die große Koalition hat Pläne zur Neuregelung der Psychotherapie vorerst gestoppt. Gesundheitspolitiker von SPD und Union einigten sich mit Bundesgesund­heitsminister Jens Spahn (CDU) darauf, das Thema zu einem späteren Zeitpunkt anzugehen, wie eine Sprecherin der SPD-Fraktion heute bestätigte. Zuvor hatten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland darüber berichtet.

Eigentlich hatte Spahn die Psychotherapie im Rahmen seines geplanten Termin­gesetzes neu regeln wollen. Demnach sollten Versicherte künftig erst mit bestimmten Ärzten oder Psychotherapeuten reden, bevor sie eine Therapie beginnen können. So wollte Spahn die Wartezeiten in der Psychotherapie senken. Aktuell erhalten Patienten im Schnitt erst nach 20 Wochen einen Therapieplatz.

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Die SPD, Therapeutenverbände, Ärzte und Patientenvertreter kritisierten Spahns Pläne heftig. Das vorgeschlagene Verfahren sei Patienten nicht zumutbar. „Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht“, hatte Bundes­ärzte­kammerpräsident Frank Ulrich Montgomery das Stufenmodell kommentiert. Der Gesetzgeber beschränke mit dem Vorhaben nicht nur die Wahlfreiheit der Patienten. Eine solche Regelung speziell für Menschen mit psychischen Erkrankungen diskriminiere zudem die betroffenen Patientengruppen. Rund 160.000 Menschen unterschrieben eine Petition gegen die Neuregelung.

Nun will die Koalition die Psychotherapie mit einem eigenständigen Gesetz reformieren, wie die SPD-Fraktion mitteilte. Die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Maria Klein-Schmeink, begrüßte die Verschiebung. „Jetzt muss es darum gehen, endlich für Patientinnen und Patienten mit komplexem Unter­stützungs­bedarf vor Ort koordinierte und individuell passende Behandlungs- und Unterstützungs­angebote zu ermöglichen", erklärte sie. © afp/aerzteblatt.de

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Avatar #110369
jpink
am Samstag, 23. Februar 2019, 07:12

Und zur Lebenstüchtigkeit von Funktionären?

Wie ist eigentlich generell die Ausleser derer, denen zugesprochen wird, anderen die Richtung wohin auch immer vorgeben zu können?

Wie steht es eigentlich mit der Lebenstüchtigkeit der Therapeutinnen und Therapeuten und Therapeut*d? Nach der Lebenstüchtigkeit und Integrität der BRD-Politiker frage ich doch schon gar nicht mehr. Da gibt es keine Fragen mehr, spätestens seit dem Genscher-Kohl-Betrug von 1990, der von allen Nachfolgetreuhändern gedeckt wird. Von nahezu allen, von wenigen Einzelfällen abgesehen (recherchiere selbst).

""Psychische Krankheiten bei Therapeuten sind zahlreich. Die Zahlen variieren, sind aber insgesamt recht deprimierend: 73% Angsterkrankungen, 58% Depressionen, 82% schwere persönliche Probleme, 11% Süchtige, die Suizidrate wird höher geschätzt als beim Durchschnitt".[12] Das heißt, wohlwollend formuliert, 73 Prozent der Psychotherapeuten können mit ihren Patienten kompetent über ihre eigenen Angsterkrankungen fachsimpeln. Diese Ängste und Phobien effektiv zu beseitigen, sind sie zugegebenermaßen außerstande, aber sie vermögen ihren Therapieopfern im gemeinsamen Leiden wenigstens empathisch zu begegnen. Das ist zwar "recht deprimierend", aber so halten jene Psychotherapeuten obrigkeitsgefällig und opportunistisch ihre Opfer weiter "dumm" im krank­machenden System gefangen."
https://coaching-institute.net/angstambulanz/angst-psychotherapie-risiko.html
LNS

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