NewsAuslandFranzösische Behörde will mit „unabhängiger Studie“ über Glyphosat aufklären
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Französische Behörde will mit „unabhängiger Studie“ über Glyphosat aufklären

Montag, 25. Februar 2019

/farbkombinat, stock.adobe.com

Paris – Die französische Verbraucherschutzbehörde Anses will mit einer „unabhängigen Studie“ über die tatsächlichen Gesundheitsauswirkungen des Unkrautmittels Glyphosat aufklären. Eine Vertreterin von Anses sagte heute auf der Landwirtschaftsmesse in Paris, Ziel sei es, die „Kontroverse über die von Glyphosat ausgehenden Gefahren“, zu beenden. Das betreffe vor allem die Befürchtung, das Herbizid könnte krebserregend sein.

Anzeige

Derzeit werde die konkrete Aufgabenstellung formuliert, in den kommenden Wochen würden dann die zuständigen Ministerien eingeschaltet. Befasst sind die Ressorts Landwirtschaft, Gesundheit und Umwelt. Erstellt wird die Studie nach Angaben von Anses von einer Reihe von Forschungsinstitutionen.

Glyphosat wird immer wieder für Krebserkrankungen verantwortlich gemacht, die Einschätzungen dazu widersprechen sich allerdings. Die Substanz ist Hauptbestandteil des Pflanzenschutzmittels Roundup. Das Produkt gehört zum Leverkusener Bayer-Konzern, seitdem dieser das US-Unternehmen Monsanto übernommen hat.

© afp/aerzteblatt.de
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

31. März 2020
Kansas City – Bayer hat sich mit US-Sammelklägern auf einen Vergleich im Rechtsstreit um angeblich irreführende Vermarktung von Unkrautvernichtern mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat geeinigt.
Bayer akzeptiert Vergleich in US-Rechtsstreit wegen irreführender Vermarktung
6. März 2020
Leverkusen/San Francisco – In den USA ist ein weiterer wichtiger Prozess gegen den Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer wegen angeblicher Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter verschoben
Glyphosatklagen: Nächster US-Prozess gegen Bayer verschoben
24. Februar 2020
Berlin – Das von der Bundesregierung seit längerem in Aussicht gestellte Verbot glyphosathaltiger Unkrautvernichtungsmittel für Privatanwender soll noch in diesem Jahr kommen. Das zeigt eine Antwort
Glyphosatverbot für private Gärten soll dieses Jahr kommen
18. Februar 2020
Brüssel – Nach dem Verbot des Pflanzenschutzmittels Chlorpyrifos in der Europäischen Union (EU) sollen demnächst auch keine Früchte mit Rückständen der Chemikalie mehr verkauft werden dürfen. Das gilt
EU-Staaten für Importverbot für Obst mit Spuren von Chlorpyrifos
14. Februar 2020
Amsterdam – Die internationalen Rheinstaaten haben sich auf eine Säuberung des Rheins von Medikamentenresten, Pestiziden und anderen chemischen Stoffen verständigt. In den nächsten 20 Jahren sollen
Staaten wollen Rhein von Medikamenteresten und Pestiziden säubern
10. Februar 2020
Whippany/Leverkusen – Bayer hat wie angekündigt auch gegen das dritte US-Gerichtsurteil im Glyphosat-Rechtskonflikt Berufung eingelegt. Die Kläger hätten bei dem Prozess keine ausreichenden Beweise
Bayer legt Berufung gegen US-Glyphosat-Urteil ein
5. Februar 2020
Brüssel – Der Europäische Rechnungshof hat der EU Versagen beim Vorgehen gegen die Risiken von Agrarchemie vorgeworfen. Die EU-Strategie zur Verringerung risikobehafteter Pestizide zeige keine
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER