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Studie sieht Milliardenkosten durch unversorgte Hörminderung

Montag, 25. Februar 2019

/Alexander Raths, stockadobecom

Berlin – Eine Studie der Brunel Universität London beziffert die Kosten unversorgter Hörminderung in Europa auf rund 185 Milliarden Euro pro Jahr. Ursachen seien die eingeschränkte Lebensqualität und daraus resultierende Kosten für die Gesundheits­systeme in Höhe von 130 Milliarden Euro sowie Produktivitätsverluste in Höhe von 55 Milliarden Euro. Auftraggeber der Studie ist der Bundesverband der Hörgeräteindustrie (BVHI).

In Deutschland leben laut der Erhebung 5,8 Millionen Menschen über 15 Jahre mit einer beeinträchtigenden Hörminderung. Davon trügen zwei Millionen Betroffene Hörgeräte. Die jährlichen Kosten des Versorgungsdefizits lägen bei insgesamt rund 39 Milliarden Euro pro Jahr. „Unversorgte Schwerhörigkeit belastet nicht nur die soziale Kommunikation, sondern erhöht auch das Risiko schwerwiegender Folgeerkrankungen wie Depression oder Demenz“, betonte Stefan Zimmer, Vorstandsvorsitzender des BVHI.

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Die Studie erscheint im Vorfeld des Welttag des Hörens 2019 am 3. März. Initiatoren des Tages sind die Welt­gesund­heits­organi­sation WHO und der BVHI.

Die Studie mit dem Titel „Hearing Loss – Numbers and Costs“ kommt weiterhin zu dem Ergebnis, dass Menschen mit einer unversorgten Schwerhörigkeit eher in Berufen mit niedrigerem Anforderungsprofil arbeiten als Hörgesunde oder mit Hörsystemen versorgte Arbeitnehmer. Zudem arbeiten sie häufiger in Teilzeit oder beziehen Frührente.

Die Studie „Hearing Loss – Numbers and Costs” wurde von Bridget Shield mit Unterstützung von Mark Atherton, Brunel Universität London, erstellt. Im Jahr 2006 verfasste Shield bereits einen ersten Bericht zu diesem Thema unter dem Titel „Evaluation of the Social and Economic Costs of Hearing Impairment“.

Der Welttag des Hörens 2019 steht unter dem Motto „Check your Hearing – Überprüfe dein Gehör“. Damit macht der BVHI gemeinsam mit der WHO auf die Bedeutung eines guten Gehörs sowie auf Möglichkeiten seiner Erhaltung und bestmöglichen Versorgung aufmerksam. Unterstützt wird der Aktionstag bundesweit von Hörakustikern und HNO-Ärzten. Schirmherr der deutschen Kampagne ist der Bundesminister für Gesundheit, Jens Spahn (CDU). © hil/aerzteblatt.de

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