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Politik

Mehr Herzinsuffizienz­patienten in der ambulanten Versorgung

Mittwoch, 27. Februar 2019

/Evgeniy Kalinovskiy, stock.adobe.com

Berlin – Die niedergelassenen Ärzte in Deutschland versorgen immer mehr Patienten mit einer Herzinsuffizienz. Das geht aus einer Analyse des sogenannten Versorgungs­atlas hervor. Dieser ist eine Einrichtung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland (Zi).

Die Herzinsuffizienz ist eine krankhafte Verringerung der Herzleistung, die mit einer Unterversorgung des Körpers mit sauerstoffgesättigtem Blut einhergeht.

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Die Wissenschaftler untersuchten für die Studie die Erkrankungshäufigkeiten im Verlauf der vergangenen Jahre und erfassten regionale Unterschiede. Datengrundlage waren die Abrechnungsdaten aus der vertragsärztlichen Versorgung der Jahre 2009 bis 2017. Laut der Studie nahm der Anteil der Herzinsuffizienzpatienten unter allen gesetzlich Versicherten in diesem Zeitraum von 2,9 Prozent auf 3,4 Prozent zu. Dies entspricht einem Anstieg von rund 400.000 Fällen. Im Jahr 2017 wurden bundesweit etwa 2,5 Millionen gesetzlich krankenversicherte Patienten wegen einer Herzinsuffizienz ambulant medizinisch betreut.

Laut den Wissenschaftlern des Versorgungsatlas hat die demografische Entwicklung in Deutschland großen Anteil an dieser Entwicklung: So nahm die Zahl der Menschen im Alter von mindestens 75 Jahren zwischen 2009 und 2017 um 24 Prozent zu, die Anzahl im Alter von mindestens 90 Jahren stieg sogar um 60 Prozent. Nach Berechnungen des Versorgungsatlas-Teams waren mehr als die Hälfte der hinzugekommenen Fälle auf die wachsende Zahl älterer Menschen zurückzuführen.

Insgesamt war der Anteil Erkrankter in den neuen Bundesländern laut der Analyse mit durchschnittlich 4,5 Prozent um 40 Prozent höher als in den alten Bundesländern mit 3,2 Prozent. Im Jahr 2017 wurden besonders viele Fälle in Sachsen-Anhalt und Thüringen gefunden. In den Bundesländern Hamburg, Schleswig-Holstein und Hessen trat die Herzinsuffizienz hingegen mit deutlich geringerer Häufigkeit auf.

„Ein Teil dieses Unterschieds ist auf den höheren Bevölkerungsanteil älterer Menschen in Ostdeutschland zurückzuführen“, erläutern die Wissenschaftler. © hil/aerzteblatt.de

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