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Ausland

WHO braucht dringend zusätzliche Mittel zur Ebola-Bekämpfung

Mittwoch, 27. Februar 2019

/dpa

Genf – Der Generaldirektor der Welt­gesund­heits­organi­sation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat die internationale Gemeinschaft aufgefordert, Mittel zur Bekämpfung des Ebolaausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo bereitzustellen. „Es besteht ein dringender Bedarf an 148 Millionen US-Dollar. Ansonsten droht ein Rückfall in der Krise“, appellierte Tedros. Bisher seien von den Geberländern unter zehn Millionen US-Dollar zugesagt.

„Wir haben gemeinsam mit den Partnern und unter der Führung der Regierung der Demokratischen Republik Kongo große Fortschritte erzielt. Hunderte von Todesfällen konnten verhindert werden, vielleicht sogar Tausende. Aber der Ausbruch ist noch nicht vorbei und wir brauchen dringend zusätzliche Mittel, um ihn zu bewältigen“, sagte Tedros. 

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Konkret seien bislang über 80.000 Menschen geimpft und über 400 behandelt worden. Mitarbeiter der WHO und von Partnerorganisationen hätten Tausende von Verdachts­fällen überwacht, getestet und in andere Zentren übertragen. Mehr als 40.000 Personen wurden identifiziert und überwacht, die Kontakt zu Ebolaerkrankten hatten.

„Wir haben eine gemeinsame Verantwortung, diesen Ausbruch zu beenden“, sagte Tedros. Aber Ebola zu besiegen, sei teuer. „Es erfordert, dass wir alle zusammen­arbeiten“, sagte der WHO-Generalsekretär.

In der kommenden Woche will Tedros in die Demokratische Republik Kongo reisen und mit Präsident Tshisekedi in Kinshasa zusammentreffen, bevor er in die von der Ebola betroffenen Gebiete Butembo und Katwa reist. 

Laut den jüngsten WHO-Statistiken zum Ebolaausbruch vom 21. Februar setzt sich die Epidemie „mit moderater Intensität fort“. Katwa und Butembo seien nach wie vor die wichtigsten Gefahrenzonen, während gleichzeitig weiterhin kleine Cluster an verschiedenen geografisch verteilten Orten aufträten. 

Bis zum 19. Februar wurden insgesamt 848 Ebolafälle gemeldet. Bis zum 19. Februar waren laut der WHO 529 Todesfälle gemeldet worden.

© hil/aerzteblatt.de

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