NewsAuslandChina plant harte Strafen für Änderungen am Erbgut von Babys
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

China plant harte Strafen für Änderungen am Erbgut von Babys

Donnerstag, 28. Februar 2019

/vchalup, stock.adobe.com

Peking – Die chinesische Regierung hat harte Strafen gegen Wissenschaftler angekündigt, die Änderungen am Erbgut von Babys vornehmen. Ein neues Regelwerk stuft Genmanipulationen bei Menschen als „hohes Risiko“ ein und sieht Geldstrafen von bis zu 100.000 Yuan (13.000 Euro) vor. Forscher, die „illegale Einkommen“ für ihre Studien erhalten, müssen mit Strafen von bis zu zwanzigfacher Höhe der Bezüge rechnen. Zudem droht ein lebenslanges Berufsverbot.

Die Regierung in Peking reagierte damit auf die Geburt der weltweit ersten Designerbabys in China im November. Der chinesische Wissenschaftlicher He Jiankui hatte deren Genmaterial zuvor verändert und damit international scharfe Kritik ausgelöst. Bislang waren derartige Eingriffe in China zwar verboten, allerdings standen auf Verstöße keine Strafen.

Anzeige

Der mittlerweile beurlaubte Universitätsprofessor hatte bei seinen Experimenten die DNA der Babys nach eigenen Angaben so verändert, dass die Kinder vor einer HIV-Infektion geschützt sein sollen. Insgesamt acht Paare hätten sich an den Studien beteiligt, wobei die Väter HIV-positiv und die Mütter HIV-negativ gewesen seien.

Konkret entfernte He das Gen CCR5 in den Embryos, was nach einer US-Studie auch Folgen für die kognitiven Leistungen der Designerbabys haben könnte. Durch den Eingriff könne sich die Gedächtnisleistung bei Menschen deutlich verbessern, sagte der Neurobiologe Alcino Silva, der die Studie an der University of California in Los Angeles leitete.

Die vergangene Woche in der Zeitschrift Cell veröffentlichte Studie legt zudem nahe, dass sich Menschen, bei denen das CCR5-Gen auf natürliche Weise fehlt, schneller von einem Schlaganfall erholen. © afp/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNSLNS
LNSLNS LNSLNS
Anzeige

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER