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Neues Promotionskolleg im Ruhrgebiet soll medizinische Forschung stärken

Donnerstag, 28. Februar 2019

Ruhr-Universität Bochum /dpa

Bochum/Duisburg – Die Medizinischen Fakultäten der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und der Universität Duisburg-Essen (UDE) starten zum 1. März ein medizinisches Promotionskolleg namens „RIMUR“. Die Abkürzung steht für „Regulatorische Immunmechanismen – Promotionskolleg der Universitätsallianz Ruhr“.

Hintergrund ist, dass laut den Fakultäten immer weniger Ärzte auch wissenschaftlich tätig sind. Mit mehr als 65 Prozent nicht promovierter Assistenzärzte an Essener und Bochumer Unikliniken werde dieses Problem für das Ruhrgebiet besonders deutlich. Fehlende verlässliche Forschungsstrukturen, mangelhafte wissenschaftliche Betreuung und die schwierige Vereinbarkeit zwischen Berufs- und Familienleben sind laut den Hochschulen die Haupthindernisse für die Erstellung einer Promotion. 

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„Mit RIMUR ermöglichen wir forschungsbegeisterten jungen Ärzten eine qualitativ hochwertige, experimentelle Promotion auch nach Abschluss des Studiums. Wir nennen diese Doktoranden in Zukunft ‚Clinician Doctorands‘“, sagte Nina Babel von der RUB. Laut Oliver Witzke von der UDE ist dies etwas besonderes, gebe es hierzulande doch keine Programme, die auch nicht promovierte Ärzte auf die besondere Rolle als klinischer Arzt und Wissenschaftler vorbereiten.

Thematisch geht es in RIMUR um regulatorische Immunmechanismen. „Das Besondere an RIMUR ist, dass insgesamt sechs Promovenden von jeweils einem Grundlagen­forscher und einem klinischen Mentor aus Bochum und Essen betreut werden“, erläutern Timm Westhoff (RUB) und Ulf Dittmer (UDE), die das erste Betreuungstandem für einen gemeinsamen Clinician Doctorand bilden. Außerdem wechseln sie zwischen den Standorten und können so die dort vorhandenen Geräte und Expertise nutzen sowie die wissenschaftliche Vernetzung vertiefen. Damit sie ausreichend Zeit für ihr Forschungsthema haben, werden die Doktoranden von ihrem ärztlichen Dienst freigestellt. © hil/aerzteblatt.de

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