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Politik

Mehr Förderung für niederlassungs­willige Hausärzte in Rhein­land-Pfalz

Freitag, 1. März 2019

/Thomas Reimer, stockadobecom

Mainz – Rheinland-Pfalz fördert die Niederlassung von Hausärzten ab sofort intensiver. „Ziel der Landesregierung ist es, die Entscheidung für eine hausärztliche Niederlassung im ländlichen Raum zu erleichtern“, sagte Ge­sund­heits­mi­nis­terin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) heute in Mainz.

Hausärzte, die sich in einer der Förderregionen neu niederlassen, eine Praxis übernehmen oder eine Ärztin beziehungsweise einen Arzt anstellen, können jetzt eine Förderung von bis zu 20.000 Euro vom Land in Anspruch nehmen. Die Einrichtung von Zweigpraxen wird weiterhin gefördert. Eine Förderung ist aktuell in 90 Regionen möglich.

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„Seit Inkrafttreten des Förderprogramms im Jahr 2011 konnten bereits mehr als 130 Maßnahmen gefördert werden. Das Land hat dafür bisher rund 1,85 Millionen Euro bereitgestellt“, sagte die Ministerin. Sie betonte, die Landesregierung werde sich weiterhin für einen attraktiven Arztberuf und eine gute ärztliche Versorgung auch im ländlichen Raum einsetzen. „Deshalb werden wir neben weiteren Maßnahmen wie der Landarztquote und Angeboten zur Aus- und Weiterbildung auch beim Förderprogramm hausärztliche Versorgung engagiert bleiben“, so Bätzing-Lichtenthäler.

„Noch immer haben wir eine gute und flächendeckende ärztliche Versorgung in Rheinland-Pfalz. Besonders die Nachwuchs- und Altersentwicklung bei den Hausärzten gibt jedoch Anlass zur Sorge“, heißt es auf der Internetseite zur Ärzteförderung in Rheinland-Pfalz. Das Land habe daher bereits 2007 zusammen mit der Kassen­ärztlichen Vereinigung, der Lan­des­ärz­te­kam­mer, dem Hausärzteverband und der Universitätsmedizin Mainz einen Masterplan zur Stärkung der ambulanten ärztlichen Versorgung ausgearbeitet. Die Richtlinie zur Förderung der hausärztlichen Versorgung in ländlichen Regionen ist ein Baustein dieses Masterplans. Sie ergänzt die Förderung, die KV und Kassen im Rahmen des sogenannten Strukturfonds anbieten. © hil/aerzteblatt.de

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