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Viele Hamburger unterschätzen ihr Diabetesrisiko

Freitag, 1. März 2019

/dpa

Hamburg – Rund acht Prozent der gesetzlich Versicherten in Hamburg waren 2016 wegen Diabetes mellitus Typ 2 in ambulanter ärztlicher Behandlung. Das entspricht rund 150.000 Menschen. Dies geht aus dem neuen Bericht „Risikofaktoren und Prävention von Diabetes in Hamburg“ hervor, den die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz veröffentlicht hat. Dafür hat die Behörde unter anderem Krankenkassendaten zu Diabetes ausgewertet und fast 1.500 Erwachsene bis 60 Jahre telefonisch befragt.

„84 Prozent der Hamburger bis 60 Jahre haben nur ein niedriges Risikopotenzial für eine Diabeteserkrankung. Aber diejenigen, bei denen schon mehrere Risikofaktoren präsent sind, unterschätzen anscheinend häufig die Situation“, sagte Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD). Dies zeige, wie wichtig Aufklärung und die Früherkennung seien – insbesondere vor dem Hintergrund, dass eine wirksame Prävention von Diabetes mellitus Typ 2 häufig möglich sei, so die Gesundheits­senatorin.

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Die Befragung zeigt auch die Bedeutung der Prävention im Rahmen der hausärztlichen Versorgung: Fast alle Befragten erwarten danach von ihrem Arzt Empfehlungen zu Maßnahmen der Gesundheitsförderung, wenn es notwendig ist. Jeder Vierte hat an einer solchen Maßnahme zur Gesundheitsförderung im vorausgegangenen Jahr teilgenommen und fast jeder Zweite hat mit dieser Teilnahme eine ärztliche Empfehlung umgesetzt.

Die Erhebung umfasst auch den sogenannten Schwangerschaftsdiabetes, der die Gesundheit der Mutter und die des Kindes gefährden kann. Der Anteil der Frauen mit dieser Diagnose ist in Hamburg in 15 Jahren von weniger als zwei Prozent auf fast fünf Prozent gestiegen. Positiv zu bewerten sei, dass viele Schwangere das Angebot zum Screening auf Schwangerschaftsdiabetes nutzten.

2016 haben sich laut der Erhebung drei Viertel der schwangeren Hamburgerinnen daran beteiligt. Bei fast 1.000 Frauen wurde die Erkrankung diagnostiziert. Adipositas sei als Risikofaktor für Schwangerschaftsdiabetes schon zu Beginn der Schwangerschaft bei jeder zehnten Frau festzustellen. © hil/aerzteblatt.de

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