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Homöopathische Arzneimittel werden meist privat bezahlt

Dienstag, 5. März 2019

/flashpics, stockadobecom

Frankfurt am Main – Der Umsatz mit homöopathischen Arzneimitteln zum effektiven Verkaufspreis lag im Jahr 2018 in Deutschland bei insgesamt rund 670 Millionen Euro. Das teilte das Beratungsunternehmen IQVIA auf Anfrage des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) mit.

Dabei entfielen rund 570 Millionen Euro auf die Selbstmedikation mit homöo­pathischen Arzneimitteln (85 Prozent), die von Bürgern privat bezahlt werden. Etwa 100 Millionen Euro entfielen auf von Ärzten ausgestellte Rezepte (15 Prozent), die bei gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rungen eingereicht und teilweise erstattet werden können. 

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Datenbasis von 2017 und 2018 nicht direkt vergleichbar

2018 erwarben Verbraucher in Apotheken und im Versandhandel 54,5 Millionen Packungen homöopathische Mittel. 2017 waren es noch 53 Millionen Packungen und 46 Millionen fünf Jahre zuvor (2012).

Ein Vergleich mit dem Jahr 2017 ist aufgrund einer ergänzten Datenbasis dieses Jahr jedoch nicht möglich. Der Umsatzzugewinn liege laut einer IQVIA-Sprecherin im „niedrig einstelligen Prozentbereich“. Das berichtete MedWatch, eine gemeinnützige Organisation für evidenzbasierten Medizinjournalismus.

Die Begründung ist vielschichtig: Das Institut habe 2018 die Datenbasis homöo­pathischer Mittel im Vergleich zu 2017 erweitert. Gestiegene Listenpreise oder vermehrte Verkäufe höherpreisiger Präparate könnten zudem erklären, warum Hersteller etwas mehr Umsatz verbuchten.

Ein Abwärtstrend zeichnete sich schon im Jahr 2017 ab. Der Absatz fiel laut IQVIA-Schätzungen im Vergleich zum Jahr 2016 um rund vier Prozent.

Verkaufszahlen homöopathischer Mittel sinken

Karlsruhe – Noch vor wenigen Jahren boomte der mehr als 600 Millionen Euro schwere Homöopathie-Markt in Deutschland, doch nach aktuellen Zahlen gingen die Verkäufe 2017 deutlich zurück. Das erklärte das Marktforschungsunternehmen IQVIA. Demnach gingen 2017 nach eigenen Hochrechnungen zwar immer noch mehr als 53 Millionen Packungen homöopathischer Präparate über die Verkaufstische deutscher (...)

Die Erste Vorsitzende des DZVhÄ, Cornelia Bajic, ist dennoch überzeugt: „Die Zahlen zeigen die hohe Bereitschaft der Bürger in Deutschland, Homöopathie zu nutzen und für ihre Gesundheit selbst einzustehen.“ Laut einer Befragung von Forsa aus 2018 ist der Verwenderkreis homöopathischer Arzneimittel in Deutschland von 45 Prozent (2010) auf 53 Prozent der Bevölkerung gestiegen. © gie/aerzteblatt.de

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Avatar #103488
KuhnJ
am Donnerstag, 23. Mai 2019, 08:33

Wirksamkeit nachgewiesen?

@ Si-rei:

Die von Ihnen verlinkte Frei-Studie zeigt nicht, was sie zeigen will, siehe http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?s=ADHS.

Mit den angeblich von der Charité "veröffentlichten Erfolgen homöopathischer Hochpotenzen" meinen Sie vermutlich die gelöschte Werbeseite, für die keiner verantwortlich gewesen sein will: https://hpd.de/artikel/fuer-homoeopathie-bewerbung-charite-seite-steckte-dahinter-15962.

@ Mitdenker:

Die Unterlassungserklärung Glaeskes betrifft eine juristische Wirksamkeitsunterstellung im Arzneimittelrecht. Hevert hat selbst eingeräumt, dass auch zugelassene Homöopathika nicht die gleichen Anforderungen an einen wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweis erfüllen müssen wie normale Arzneimittel. Hier können Sie feinstofflichen Details nachlesen: http://scienceblogs.de/gesundheits-check/2019/05/19/homoeopathie-wissenschaft-und-recht-eine-fortsetzungsgeschichte/

Wenn die Homöopathielobby derart die Tatsachen verdrehen muss, sollte man als Patient vorsichtig sein, was man den Leuten glauben kann und was nicht. Zumal wenn die Leute auch noch anonym kommentieren.
Avatar #728039
Si-rei
am Sonntag, 5. Mai 2019, 10:19

Doppelblindstudie Homöopathie vers. Ritalin

Es gibt noch eine weitere Studie,in der die Wirksamkeit der "klassischen Homöopatie" eindeutig nachgewiesen wurde.
https://www.springermedizin.de/homoeopathie-als-therapeutische-option-bei-aufmerksamkeitsdefizi/16256858
Auch die Berliner Charite veröffentlichte Erfolge homöopathischer Hochpotenzen in der Kinderkrebsbehandlung.
Avatar #759489
MITDENKER
am Donnerstag, 11. April 2019, 15:16

Homöopathiekritiker Glaeske erfolgreich abgemahnt

Ich zitiere aus der Website homöopathiewatchblog:

"Das Informationsnetzwerk Homöopathie ist als Anti-Homöopathie-Lobby über ein breites Unterstützernetzwerk in Wissenschaft, Politik und Medien vernetzt. Ein offizieller INH-Unterstützer ist Prof. Gerd Glaeske (enthüllender Bericht über ihn hier im Homoeopathiewatchblog, Link ).

Er wirkt wie ein gesundheitspolitisch gewichtiges Sprachrohr gegen Homöopathie. 2017 beispielsweise hatte Glaeske Warnhinweise für Homöopathika verlangt. Auch aktuell wagt sich Glaeske mit seinen Aussagen zur angeblich nicht belegten Wirkung von Homöopathika weit aus dem Fenster.
Nun hat er sich zu weit aus dem Fenster gelehnt, nun hat Glaeske Anwaltspost bekommen. Hintergrund ist seine Aussage in der Sendung „Lebensmittelcheck“ (Link auf Youtube) . Dort behauptete Glaeske: „… und bei homöopathischen Mitteln fehlt bisher grundsätzlich bei allen Mitteln, die homöopathisch daherkommen, ein Wirksamkeitsnachweis.“

Für diese Aussage hat der mittelständische Hersteller Hevert-Arzneimittel Glaeske über einen Anwalt abmahnen lassen.

Und der INH-Unterstützer gab nach: Prof. Glaeske schrieb am 7.1. auf offiziellem Briefpapier der Uni Bremen (Schreiben liegt Homoeopathiewatchblog.de vor), dass er die abgemahnte Aussage in Zukunft unterlassen werde.
Ich fragte den Geschäftsführer Mathias Hevert von Hevert-Arzneimittel zum Vorgehen gegen Prof. Glaeske. Er sagte mit deutlichen Worten gegenüber dem Homoeopathiewatchblog: „Hevert-Arzneimittel wird zukünftig noch entschlossener gegen Homöopathie-Kritiker vorgehen und Personen juristisch angehen, wenn sie falsche Aussagen über die Homöopathie verbreiten und damit Rufschädigung betreiben, was geschäftsschädigende Auswirkungen für uns haben kann.“

Tja, so geht's. Wer unter dem Deckmäntelchen der Wissenschaft unwissenschaftliche "Fake-News" verbreitet, wird irgendwann einmal schmerzlich vorgeführt. Ein Lob auf unseren Rechtsstaat und die mutige Aktion der Firma Hevert. Typisch, dass davon in den Leitmedien bzw. Mainstream-Medien nichts zu lesen ist..
Avatar #759489
MITDENKER
am Montag, 8. April 2019, 15:22

Angeblich "Es gibt keine STudien"

heißt es immer noch. Wider besseren Wissens. Denn es gibt locker über 200 recht gute Studien zur Homöopathie, hier eine qualitativ gute u. neue:
https://www.carstens-stiftung.de/artikel/homoeopathie-lindert-schlafstoerungen.html
Avatar #699807
yokochi
am Donnerstag, 7. März 2019, 22:19

Homöopathische Mittel bezahlen - natürlich

Homöopathie sollte keine Leistung der GKV sein. Wer mag, soll's selbst bezahlen. Auch das Anamnesegespäch. Die Beiträge zum Vorhofflimmern, Schmerzen nach Schlaganfall und zu Hämorrhoiden... Echt jetzt? Das sind doch anekdotische Berichte...von Ärzten??
Avatar #728039
Si-rei
am Dienstag, 5. März 2019, 23:20

Homöopathische Mittel bezahlen

@Timo 69
Die „Techniker Krankenkasse“ zahlt einen Teil der hom. Behandlung.
Die „Securvita BKK“zahlt die komplette hom.Behandlung.
Hier müßten Sie sich informieren,ob meine Angaben noch aktuell sind.
Mit den 60 € haben Sie wohl die Konsultation eines „klassischen Homöopathen“ (halbe Std. Sprechzeit) bezahlt,einschließlich der Arznei.Die Arznei selbst kostet ca.10 €/ 1Gramm Globuli,wenn man sie selbst kaufen muß und reicht für fast ein ganzes Jahr.
Verordnet werden sollte sie aber nur von einem „klassischen Homöopathen“.
Bei mir hat ein „klassischer Homöopath“das paroxysmale Vorhofflimmern,das anfallartig,mehrmals täglich,für 20 Min.bis mehrere Stunden auftrat,beseitigt.So das die Antikoagulantien,in Rücksprache mit den Arzt,abgesetzt werden konnten.
Avatar #761143
Timo69
am Dienstag, 5. März 2019, 16:07

60 - 80 Euro für Homöopathische Mittel bezahlt!

Der Studie kann ich nur beipflichten.
Zwei persönliche Beispiele dazu: Mein Stiefvater hat im Juni ein Schlaganfall im Kleinhirn gehabt. Dadurch hatte er fast ein Jahr lang schreckliche Nervenschmerzen. Leider ist er so empfindlich geworden, dass er kein einziges Medikament vertrug, deswegen riet ich Ihm doch mal ein Homöopathisches Mittel auszuprobieren. Leider wurden die Kosten nicht von der Krankenkasse übernommen und er musste selbst 80 Euro für die Schmerztropfen zahlen. Für ein Rentner eine Menge Geld. Die Kosten dafür übernehme ich teilweise mit.

Ebenso ein anders Beispiel: mich plagten lange Zeit Hämorrhoiden, Salben halfen leider gar nicht bei mir, daraufhin entdeckte ich ein Rezept wofür ein Homöopathisches Mittel zur Genesung notwendig war, dafür Zahlte ich ebenfalls eine Menge Geld um die 60 Euro. Schade finde ich das die Krankenkasse die Kosten auch nicht übernehmen wollte. Mich würde mal interessieren, bei welchen Homöopathischen Arzneimitteln die kosten eigentlich übernommen werden?
LNS

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