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Novartis und GWQ schließen Vertrag über erfolgsorientierte Erstattung der CAR-T-Zelltherapie

Mittwoch, 6. März 2019

/dpa

Nürnberg – Novartis und GWQ ServicePlus haben für die Kymriah-CAR-T-Zelltherapie einen Vertrag über ein Erstattungsmodell abgeschlossen, das sich am Erfolg der Behandlung orientiert. Das haben beide Vertragspartner heute mitgeteilt. Der dem Modell zugrundeliegende Outcomeparameter sei das Überleben der behandelten Patienten, hieß es heute in einer Mitteilung.

Novartis führt demnach einen Teil der Arzneimittelkosten für Kymriah an die Krankenkasse zurück, sollte der Patient an seiner Blutkrebserkrankung innerhalb eines definierten Zeitraums nach der Behandlung versterben. „Beide Partner haben somit entschieden, für diese innovative Therapieoption die finanzielle Verantwortung gemeinsam zu tragen, um eine schnellere Patientenversorgung mit der CAR-T-Zelltherapie zu ermöglichen“, hieß es weiter.

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„Wir sind der Überzeugung, dass innovative Erstattungsmodelle zukunftsweisend sind, und zwar insbesondere für Gentherapien, die ein hohes Potenzial für die Heilung von Krebspatienten aufweisen und als Einmalgabe stattfinden“, sagte Markus Karmasin, Leiter des Geschäftsbereiches Zell- & Gentherapie bei Novartis Onkologie in Deutschland, Novartis Pharma.

Es geht um den gemessenen Erfolg, nicht um den vermuteten

Die Preise für neue Gentherapien bewegen sich in Millionenhöhe. Drei Experten aus Wissenschaft, Kran­ken­ver­siche­rung und Industrie über die Schwierigkeit, die Erstattungshöhe an den Therapieerfolg zu koppeln, den möglichen Start von Modellprojekten und falsche Forschungsanreize Das Pharmaunternehmen Novartis bietet Versicherern in den USA Verträge an, die die Erstattung der CAR-T-Zelltherapie [...]

„Der Vertrag zwischen der GWQ und Novartis macht deutlich, dass es möglich ist, gemeinsam nachhaltige Lösungen für das Gesundheitssystem zu entwickeln und gleichzeitig den schnellen Patientenzugang zu therapeutischen Innovationen zu fördern“, betonte Oliver Harks, Bereichsleiter Ambulante Versorgung bei der GWQ.

Gerade bei Einmalgaben im stationären Bereich sei es essenziell, den Krankenhäusern und Patienten rasch Erstattungssicherheit zu gewähren. Neben einer effektiven Abstimmung zwischen Krankenhäusern und Krankenkasse im Rahmen des Erstattungsprozesses trage das vereinbarte Erstattungsmodell ganz wesentlich zum Erreichen dieses Ziels bei.

Die CAR-T-Zelltherapie ist Novartis zufolge als zelluläre Immuntherapie ein neuer Therapieansatz. Sie kann zur Behandlung von Kindern, Jugendlichen und jungen erwachsenen Patienten im Alter bis zu 25 Jahren mit refraktärer oder rezidivierter (Rezidiv nach Transplantation oder zweites oder späteres Rezidiv) akuter lymphatischer B-Zell-Leukämie (ALL) sowie bei erwachsenen Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem diffus-großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) nach zwei oder mehr Linien einer systemischen Therapie eingesetzt werden.

Die Behandlung mit der Kymriah-CAR-T-Zelltherapie erfolgt ein einziges Mal und kommt in Deutschland nur für eine sehr kleine Patientenpopulation von wenigen Hundert Patienten mit fortgeschrittenen Erkrankungsverläufen infrage, teilten Novartis und GQW mit. © may/EB/aerzteblatt.de

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