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Ärzteschaft

Beim Bürokratieabbau ist auch die Selbstverwaltung gefordert

Mittwoch, 6. März 2019

/stadtratte, stockadobecom

München – Bayerns Ärztekammerchef Gerald Quitterer hat die zunehmende Bürokratie im Praxisalltag scharf kritisiert. Die 53 Millionen Stunden, die Ärzte bundesweit jährlich für administrative Abläufe aufwendeten, seien in der Patientenversorgung besser investiert, mahnte er.

Im aktuellen Leitartikel des Bayerischen Ärzteblattes prangerte Quitterer unter anderem ineffiziente und intransparente Prozesse bei Programmen für chronisch Kranke, dem Entlassmanagement sowie den ambulanten Codierrichtlinien an. Seiner Ansicht nach sei in Sachen Bürokratieabbau allerdings auch die Selbstverwaltung gefragt. Es gelte, vorhandene Strukturen und Prozesse auf den Prüfstand zu stellen.

Ein Beispiel dafür lieferte Quitterer gleich mit. So sei die „Empfehlung der verhaltens­bezogenen Primärprävention“ keine ärztliche Verordnung, sondern lediglich eine Empfehlung, mit der entsprechende Leistungen bei der Krankenkasse beantragt werden könnten.

„Ist dies aber auch ohne Bescheinigung möglich, stellt sich die Frage nach dem Sinn dieses Formulars“, unterstrich der Präsident der Bayerischen Ärztekammer. Er forderte zudem, den Antrag auf eine Weiterbildungsbefugnis zu verschlanken und die Beantragung von Fortbildungspunkten zu erleichtern. „Hier ist die Kammer gefragt“, so Quitterer. © hil/sb/aerzteblatt.de

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