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Deutsche trinken regelmäßig zu viel Alkohol

Mittwoch, 6. März 2019

/WavebreakmediaMicro, stock.adobe.com

Berlin – Die Deutschen trinken zu viel Alkohol und gehen dadurch große gesundheitliche Risiken ein. Darauf hat die Deutsche Allianz Nichtübertragbarer Krankheiten (DANK) am heutigen Aschermittwoch hingewiesen. Sie fordert deshalb mehr Aufklärung, höhere Alkoholsteuern sowie ein Verkaufsverbot an Jugendliche.

Laut DANK trinkt jeder fünfte Deutsche regelmäßig so viel, dass er sein Risiko für schwere Krankheiten erhöht. Bereits ein Bier pro Abend sei kritisch, warnte Christian Trautwein, Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS).

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Denn Alkohol steigere nicht nur das Risiko für Leber-, sondern auch für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes sowie mehrere Krebsarten. Insgesamt begünstigt übermäßiger Alkoholkonsum laut DANK die Entstehung von mehr als 200 Erkrankungen.

„Viele Menschen unterschätzen, wie riskant ihr Alkoholkonsum ist“, so Trautwein. „Wir brauchen deshalb mehr Aufklärung – etwa, indem Risikohinweise auf alkoholischen Getränken verbindlich werden.“ Zugleich seien höhere Preise und Abgaberegulierungen wirksame Mittel, um den Alkoholkonsum zu begrenzen. So tränken Schweden im Schnitt lediglich 7,3 Liter Reinalkohol pro Jahr, während hierzulande pro Jahr und Person rund elf Liter konsumiert würden.

Vor diesem Hintergrund plädiert DANK dafür, die Alkoholsteuer deutlich zu erhöhen und nach dem Alkoholgehalt zu staffeln. „So hätten Konsumenten einen Anreiz, Getränke mit weniger Alkohol zu wählen und ihr Risiko für schwere Folgeerkrankungen dadurch zu reduzieren“, betonte DANK-Sprecherin Barbara Bitzer. Zudem forderten die Experten, Verkauf und Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit Jugendlichen unter 18 Jahren zu verbieten. © hil/sb/aerzteblatt.de

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Dr. Hans-Werner Bertelsen
am Donnerstag, 7. März 2019, 12:30

Werbeverbot für Alkohol im Sport

Enorme Summen (300 Mio) werden allein im Sport gezahlt, um Alkoholwerbung zu plazieren. Gerade der Sport sollte frei sein von Alkoholwerbung. Über 20000 Kinder und Jugendliche werden jährlich in die Kliniken eingeliefert. Ärzte und Uni-Kinderkliniken fordern ein Verbot von Alkoholwerbung im Sport:

www.bcgh.de
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