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Ausland

Franzosen plädieren für Abschaffung der Zeitumstellung

Donnerstag, 7. März 2019

/dpa

Paris – Die große Mehrheit der Franzosen ist einer Umfrage zufolge für das Ende der Zeitumstellung. In einer von der Nationalversammlung organisierten Bürgerbefragung sprachen sich knapp 84 Prozent der Befragten dafür aus, nicht mehr zweimal im Jahr an der Uhr zu drehen, hieß es in einer Erklärung von gestern.

Dabei gaben 59 Prozent an, die Sommerzeit beibehalten zu wollen, 37 Prozent waren für die Winterzeit. An der Umfrage, die zwischen dem 4. Februar und dem 3. März lief, nahmen mehr als zwei Millionen Bürger teil.

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In Brüssel beraten derzeit die EU-Staaten und das Europaparlament über die Abschaffung der Zeitumstellung. Bis April sollten die Staaten sich untereinander abstimmen, welche Zeit sie wollen.

Bei einer EU-weiten Umfrage hatten im vergangenen Jahr 84 Prozent der Teilnehmer die Abschaffung der Zeitumstellung gefordert. Allerdings kamen drei Millionen Antworten aller 4,6 Millionen Antworten aus Deutschland.

Ursprünglich hatte die EU-Kommission vorgeschlagen, dass bereits 2019 das halbjährliche Drehen an der Uhr abgeschafft werden solle. Jetzt ist eine mögliche Abschaffung für frühestens 2021 anvisiert. Die Ergebnisse im Detail der französischen Umfrage sollen nun am 12. März präsentiert werden. Die Befragung ist nicht bindend.

In der Europäischen Union werden seit 1996 am letzten Sonntag im März sowie am letzten Sonntag im Oktober die Uhren jeweils eine Stunde umgestellt. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Freitag, 8. März 2019, 11:01

"Cloxit" jetzt!

Im Gegensatz zur interessierten französischen Öffentlichkeit befürchtet der Deutsche Lehrerverband für den Fall einer dauerhaften Umstellung auf Sommerzeit gesundheitliche Gefahren für Schüler und behauptet evidenzfrei: "Die Wahrscheinlichkeit für Schlaf- und Lernprobleme, Depressionen und Diabetes wird nachweislich massiv erhöht": Das ist jedoch chrono-biologischer Unfug!

Auch die jetzige Winterzeit konnte doch bisher nie verhindern, dass es in den dunkelsten und kältesten Monaten am Morgen und am Abend stockdunkel ist. Wo blieb da der Aufschrei der Empörung des besserwisserischen Deutschen "Oberlehrer"-Verbands?

Und übrigens: Nördlich des nördlichen Polarkreises und südlich des südlichen Polarkreises wird der Schulbetrieb wegen der langdauernden Polarnächte auch nicht eingestellt!

Wind-, Sonnenschein-, Dunkelheits- und Niederschlags-Intensität oder -Dauer bzw. die Vier-Jahreszeiten mögen schwanken. Sonnenstand, Erdachsen-Neigung und -Rotation blieben über Jahrhunderte stabil. Das Lichtfenster von Newgrange als großes jungsteinzeitliches, ca. 5.000 Jahre altes Hügelgrab in der irischen Grafschaft Meath am Fluss Boyne/IRL belegt das jedes Jahr zur Wintersonnenwende.

Dieses Phänomen wurde entdeckt, als am 21. Dezember 1967 Professor M. J. O’Kelly im inneren Heiligtum des Newgrange-Ganggrabs einen blassen Sonnenstrahl der Wintersonne durch eine Öffnung im Dach über dem Haupteingang beobachtete, der den Gang entlang wanderte und die Zentralkammer in ein goldenes Leuchten tauchte.

Genau die wissenschafts- und erkenntnistheoretisch geradezu infantil mit angeblichen Energie-Einsparungen bzw. Veränderung der Sonnenscheindauer begründeten zwei Zeit-Umstellungen europaweit pro Jahr zerstören willkürlich die "innere Uhr" des Menschen und die darauf fußenden chrono-biologischen Erkenntnisse.

Es wird Zeit, dass sich EU-weit endlich die Vernunft bei diesen obsolet-sinnlosen Zeitumstellungen durchsetzt. Von mir aus könnte man sich auch auf der Mitte einigen: Sommerzeit Minus 30 Minuten, Winterzeit Plus 30 Minuten, fertig!

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund (z. Zt. Mauterndorf/A)
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