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Politik

Krankenkassen erzielten Überschuss von zwei Milliarden Euro

Donnerstag, 7. März 2019

/Setareh, stockadobecom

Berlin – Die Krankenkassen haben im vergangenen Jahr einen etwas kleineren Überschuss erzielt, aber weiterhin enorme Finanzpolster. Unter dem Strich stand 2018 ein Plus von zwei Milliarden Euro, wie das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) heute in Berlin mitteilte. 2017 war ein Überschuss von drei Milliarden Euro verbucht worden.

Die Rücklagen der Kassen betrugen damit Ende Dezember 2018 rund 21 Milliarden Euro, dies entsprach demnach mehr als dem Vierfachen der gesetzlich vorgesehenen Mindestreserve.

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Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) mahnte die Krankenkassen, das Geld für Qualitätsverbesserungen zu nutzen. „Beitragsgelder sind keine Sparanlagen, sondern sie sind dafür da, die Versorgung besser zu machen“, erklärte er.

Auch müssten Kassen mit besonders hohen Reserven ihre Rücklagen ab 2020 innerhalb von drei Jahren unter die gesetzliche Obergrenze von einer Monatsausgabe absenken, forderte der Minister. „Dann haben die Beitragszahler auch etwas von der guten Finanzlage.“

Der Sprecher des GKV-Spitzenverbands, Florian Lanz, sprach in Berlin von einem „guten Ergebnis“. Allerdings sei dies „kein Grund für Euphorie“. Erst recht gebe es keinen Grund „für Vorwürfe an die gesetzlichen Krankenkassen, die seriös und zuverlässig mit den Beitragsgeldern umgehen“. Auch entspreche der Überschuss gerade einmal 0,8 Prozent der Gesamtausgaben.

Den Angaben des Ministeriums zufolge standen bei den Kassen 2018 Einnahmen von 241,4 Milliarden Euro Ausgaben von 239,4 Milliarden Euro gegenüber. Die Einnahmen stiegen demnach im Jahresvergleich um 3,3 Prozent. Die Ausgaben für Leistungen und Verwaltungskosten erhöhten sich um 3,9 Prozent. Die Zahl der Versicherten nahm um 0,8 Prozent zu.

Bei den Beitragseinnahmen profitierten die Kassen von der positiven Entwicklung bei Löhnen und Beschäftigung. Bei den Ausgaben schlugen die Heilmittel mit einem überdurchschnittlichen Zuwachs um 11,5 Prozent zu Buche.

Die Ausgaben für Krankenhaus­behandlungen stiegen um 3,1 Prozent, ebenso wie auch die Ausgaben für Arzneimittelausgaben und für die vertragsärztliche Vergütung. Bei Hilfsmitteln gab es ein Plus von 4,7 Prozent, bei zahnärztlichen Behandlungen um 2,7 Prozent und bei Zahnersatz um 1,5 Prozent.

Mit Blick auf die weitere Entwicklung verwies das Ministerium auf Prognosen des Schätzerkreises für die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung, wonach auch im laufenden Jahr mit einem Überschuss der Kassen zu rechnen ist.

© afp/dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #92214
H.-D. Falkenberg
am Mittwoch, 13. März 2019, 17:27

Krankenkassen erzielen Überschuss von...................

Zumindest ein Teil dieses Überschusses müsste die Pflegeversicherung entlasten. Die Behandlungspflege, die nicht über SGB V abgerechnet werden kann, ist mit mindestens 12 Prozent (1998?) Bestandteil der Leistungen der Pflege im vollstationären Bereich Bei ambulanten Diensten gehören diese jedoch zum Leistungskatalog SGB V und werden neben der Pflegeversicherung berechnet.
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