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Notfallmediziner sehen intensivmedizinische Versorgung in Gefahr

Montag, 11. März 2019

/dpa

Berlin – Notfallmediziner sehen die intensivmedizinische Versorgung in Deutschland künftig gefährdet. Schon heute gebe es auf drei Vierteln der Intensivstationen Bettensperrungen aufgrund des Mangels an Pflegepersonal, warnte die Deutsche Gesellschaft für internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) kürzlich in Berlin.

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Nach einer gemeinsamen Umfrage der Fachgesellschaft und des Marburger Bunds, die jetzt im Deutschen Ärzteblatt erschienen ist, plant mehr als ein Drittel der Intensivpflegekräfte, den Beruf in den kommenden fünf Jahren aufzugeben. Die Situation werde sich in Zukunft ohne wirkungsvolle Gegenmaßnahmen deutlich verschärfen. Nötig seien verbindliche Betreuungsschlüssel, bessere Arbeitsbedingungen und höhere Bezahlung für Intensiv­pflegekräfte, forderte die DGIIN.

An der Umfrage beteiligten sich vom 14. bis zum 21. Januar knapp 2.500 Intensivpflege­kräfte. Rund zwei Drittel (68 Prozent) gaben demnach an, generell unzufrieden mit der Arbeitssituation zu sein. Als Hauptgründe nannten die Befragten eine enorme Arbeitsbelastung, einen hohen Zeitdruck, eine zunehmende Öko­nomi­sierung in den Kliniken und schlechte Personalschlüssel. © afp/aerzteblatt.de

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