NewsÄrzteschaftNotfallmediziner sehen intensivmedizinische Versorgung in Gefahr
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Notfallmediziner sehen intensivmedizinische Versorgung in Gefahr

Montag, 11. März 2019

/dpa

Berlin – Notfallmediziner sehen die intensivmedizinische Versorgung in Deutschland künftig gefährdet. Schon heute gebe es auf drei Vierteln der Intensivstationen Bettensperrungen aufgrund des Mangels an Pflegepersonal, warnte die Deutsche Gesellschaft für internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) kürzlich in Berlin.

Anzeige

Nach einer gemeinsamen Umfrage der Fachgesellschaft und des Marburger Bunds, die jetzt im Deutschen Ärzteblatt erschienen ist, plant mehr als ein Drittel der Intensivpflegekräfte, den Beruf in den kommenden fünf Jahren aufzugeben. Die Situation werde sich in Zukunft ohne wirkungsvolle Gegenmaßnahmen deutlich verschärfen. Nötig seien verbindliche Betreuungsschlüssel, bessere Arbeitsbedingungen und höhere Bezahlung für Intensiv­pflegekräfte, forderte die DGIIN.

An der Umfrage beteiligten sich vom 14. bis zum 21. Januar knapp 2.500 Intensivpflege­kräfte. Rund zwei Drittel (68 Prozent) gaben demnach an, generell unzufrieden mit der Arbeitssituation zu sein. Als Hauptgründe nannten die Befragten eine enorme Arbeitsbelastung, einen hohen Zeitdruck, eine zunehmende Öko­nomi­sierung in den Kliniken und schlechte Personalschlüssel. © afp/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

20. Mai 2020
München – Zur Behandlung von Patienten mit COVID-19 sind die Krankenhäuser im Freistaat mittlerweile deutlich besser mit Beatmungsgeräten ausgestattet als vor der Coronapandemie. „Schwere
Bayern: 60 Millionen Euro für Beatmungsgeräte
5. Mai 2020
Nürnberg – Fachgesellschaften für Intensivmedizin in Deutschland wehren sich gegen Kritik an der Behandlung von Patienten mit COVID-19. Die Versuche einzelner Ärzte, in den Medien Angst vor einer
Intensivmediziner verteidigen Behandlung von COVID-19-Patienten
30. April 2020
Berlin – Auch Patienten mit einer schweren Verlaufsform von COVID-19 können intensivmedizinisch erfolgreich behandelt werden und genesen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Internistische
Auch bei schweren COVID-19-Verläufen vollständige Genesung möglich
29. April 2020
Heidelberg − Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, begrüßt das Vorhaben von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU), die Zahl der Intensivbetten für Coronapatienten
Krankenhausgesellschaft: 2.500 Intensivbetten freihalten
28. April 2020
Minneapolis und Göttingen − Das akute Lungenversagen („Acute Respiratory Distress Syndrome“, ARDS) von Patienten mit COVID-19 unterscheidet sich nach Ansicht von Experten im Anfangsstadium vom
„CARDS”: Akutes Lungenversagen bei COVID-19 erfordert spezielle Beatmungstechnik
24. April 2020
Berlin – Ab Mitte Mai soll es täglich Prognosen zu den intensivmedizinischen COVID-19-Kapazitäten in Deutschland und den einzelnen Bundesländern geben. Diese Vorhersagen könnten dann von
COVID-19: Tägliche Prognosen freier Intensivkapazitäten ab Mai
23. April 2020
Berlin – Für eine Gleichbehandlung aller Patienten bei einer möglichen Triage im Rahmen der COVID-19-Pandemie sprechen sich erneut acht medizinische Fachgesellschaften aus. Ein höheres Lebensalter,
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER