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Ausland

WHO stellt Leitfaden zur Bekämpfung von Zoonosen vor

Mittwoch, 13. März 2019

/dpa

Rom/Paris/Genf – Einen gemeinsamen Leitfaden zur Bekämpfung von Zoonosen mittels eines One-Health-Ansatzes hat die Welt­gesund­heits­organi­sation WHO zusammen mit der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) vorgestellt.

„Zoonosen – also Krankheiten, die sich zwischen Tier und Mensch ausbreiten können – haben nach wie vor erhebliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit“, schreibt die WHO. Jedes Jahr würden fast 60.000 Menschen an Tollwut und andere Zoonosen wie Vogelgrippe sterben. Ebola oder Rift Valley Fieber stellten eine zusätzliche Bedrohung dar. Diese Krankheiten wirkten sich aber nicht nur auf die menschliche Gesundheit aus, sondern auch auf die Gesundheit und das Wohlergehen der Tiere und damit auf die Landwirt­schaft und die Nahrungsmittelproduktion.

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Mit der Ausweitung des globalen Handels und des Reiseverkehrs werden Zoonosen der WHO zufolge weltweit immer mehr zu einem Problem. Zusammenarbeit, Koordination, Kommunikation und konzertierte Aktionen zwischen verschiedenen Sektoren seien erforderlich, um diesen Bedrohungen zu begegnen. In vielen Ländern fehlten jedoch Ansätze, um eine solche Zusammenarbeit umzusetzen.

Der neue Leitfaden, der als „Dreierleitfaden für Zoonosen“ („Tripartite Zoonoses Guide“, TZG) bezeichnet wird, enthält Grundsätze, bewährte Verfahren und Optionen, um die Länder dabei zu unterstützen, eine nachhaltige und funktionierende Zusammenarbeit an der Schnittstelle Mensch-Tier-Umwelt zu erreichen. „Durch den Einsatz des TZG und der damit verbundenen operativen Instrumente (die derzeit entwickelt werden) können die Länder ihre nationalen Kapazitäten aufbauen oder stärken“, hieß es aus der WHO.

Dabei gehe es um strategische Planung und Notfallvorsorge, Überwachung und Infor­mations­austausch, koordinierte Ermittlungen und Reaktionen, gemeinsame Risikobe­wertung für Bedrohungen durch Zoonosen, Risikominderung, Risikokommunikation und gesellschaftliches Engagement. Der Leitfaden soll Länder dabei unterstützen, um begrenzte Ressourcen optimal zu nutzen.

Der Leitfaden ist ein Baustein in der One-Health-Strategie der WHO. „Viele bestehende Bedrohungen für die menschliche Gesundheit einschließlich Zoonosen, durch Lebens­mittel übertragbare Krankheiten, chemische Ereignisse, Strahlenbelastungen und Antibiotika­resistenzen sind komplex und können vom Gesundheitssektor allein nicht bewältigt werden“, erläutert die WHO.

Der One-Health-Ansatz bezeichne die Strategie, aus allen relevanten Sektoren die nationalen Informationen, Fachkenntnisse, Perspektiven und Erfahrungen einzubeziehen und zu vernetzen, welche für die Verbesserung der Gesundheit erforderlich sind. © hil/aerzteblatt.de

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