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Ärzteschaft

Kinder- und Jugendärzte plädieren erneut für Impfpflicht gegen Masern

Montag, 11. März 2019

/Astrid Gast, stockadobecom

Berlin – Nach dem Masernausbruch an einer Hildesheimer Schule und einer Häufung von Krankheitsfällen in Niedersachsen hat die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) erneut eine Impfpflicht gefordert.

Masernerkrankungen seien extrem ansteckend und potenziell tödlich, erklärte die DGKJ heute in Berlin. Infolge einer Masernerkrankung könne es teils erst Jahre später zu einer Gehirnentzündung kommen, für die es keine Behandlung gebe und an der betroffene Patienten sterben. „Es ist mir nicht verständlich, warum trotz dieser Datenlage Eltern ihre Kinder nicht impfen lassen“, sagte der DGKJ-Generalsekretär Burkhard Rodeck.

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Eine aktuelle Studie aus Dänemark an 657.000 Kindern habe erneut die noch immer kursierende Fehlannahme einer möglichen Entstehung von Autismus nach einer Masernimpfung widerlegt, betonte Rodeck. Je mehr Kinder geimpft seien, desto sicherer sei das Leben gerade für Kleinkinder.

Seit Jahresbeginn sind in Niedersachsen bereits 26 Masernfälle aufgetreten, mehr als im gesamten Vorjahr. Auch bundesweit mehren sich die Masernfälle: In den ersten sieben Wochen des Jahres wurden dem Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin zufolge bereits 132 Fälle registriert – nach 46 Fällen im Vorjahreszeitraum. Eine Häufung gibt es dabei auch in Nordrhein-Westfalen, wie aus den Daten hervorgeht. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #759489
MITDENKER
am Dienstag, 19. März 2019, 16:19

PS zu S.Rex

PS: Korrekt beobachtet, der Influenza-Beitrag (Dr. Mercola) sollte unter einem anderen Artikel gepostet werden, sorry, der kam fälschlicherweise unter diesen Masern-Artikel. Meine Anmerkungen zum trolligen (nicht drolligen) Diskussionsstil von S. Rex passen dennoch.
Avatar #759489
MITDENKER
am Dienstag, 19. März 2019, 15:53

Staph. rex oder Mitdenker ein Troll?

Bei der ausufernden Vielschreiberei von S. Rex kann ich nicht mehr mithalten, ich muss u. will ja auch noch Patienten behandeln. Mr. Rex hat anscheinend unendlich Zeit. Oder - die Frage drängt sich irgendwie auf - kriegt er es bezahlt? Deshalb spare ich mir ein Erwiderung; nur kurz zum "Troll-Vorwurf". Zuerst einmal die Definition: "Als Troll bezeichnet man im Netzjargon eine Person, die ihre Kommunikation im Internet auf Beiträge beschränkt, die auf emotionale Provokation anderer Gesprächsteilnehmer zielen. Dies erfolgt mit der Motivation, eine Reaktion der anderen Teilnehmer zu erreichen." (Wenigstens das schafft er ab und zu)
Provoziert wird z.B. mit einem Troll-Vorwurf und Sprüche wie "Ökonomie der Dummheit", anstatt sachlich zu bleiben.
Und abermals werde ich - wider besseren Wissens - als "Impfgegner" bezeichnet, ein durchsichtiger Versuch der Abwertung meiner Person. Noch einmal: Ich bin kein ImpfGEGNER, einige Impfungen zur richtigen Zeit halte ich für sinnvoll. Rex weiß das, aber er versucht's - selbstentlarvend - immer wieder. Rex dürfte sich somit selbst als Troll entlarvt haben.
Avatar #691359
Staphylococcus rex
am Montag, 18. März 2019, 00:54

Trolle allein zu Haus

Die Diskussion mit den Impfgegnern wäre viel einfacher, wenn sich diese klar ausdrücken würden, sich an das Thema halten würden, und seriöse Quellen benutzen würden.

Fangen wir an mit dem Begriff Impfpflicht, der hier so vehement abgelehnt wird. Was ist in eigentlich eine Impfpflicht?
1. Die staatliche Impfpflicht mit Zwangsimpfungen. Die gibt es nicht und wird es im Normalfall nicht geben. Die einzige Ausnahme wäre, wenn z.B. die Pocken reaktiviert und freigesetzt würden, dann wäre ein nationaler Notstand mit Einschränkung der Grundrechte erforderlich, um zeitlich befristet gegen diese Krankheit zu Impfen.
2. Die staatliche Impfpflicht mit Sanktionen (Strafgeld?) bei Verweigerung. Diese wird derzeit bei den Masern diskutiert, muss aber gut vorbereitet sein, weil außerhalb eines Notstands wird diese Impfpflicht mit Sicherheit beim Verfassungsgericht landen.
3. Einsatz von Mitarbeitern durch den Arbeitgeber in Abhängigkeit vom Impfstatus (§23a IfSG). Dies ist keine staatliche Impfpflicht, sondern Teil des Arbeitsrechts, noch dazu begrenzt auf ausgewählte Berufsgruppen.
http://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/__23a.html
4. Zugangsbeschränkungen für Dienstleistungen (z.B. KITA) im Abhängigkeit vom Immunstatus, solange hier es zu keiner offensichtlichen Diskrimierung kommt, ist dies durch die Vertragsfreiheit gedeckt.
Da es sich hier um sehr unterschiedliche Maßnahmen handelt, sollte eine Ablehnung schon etwas differenzierter ausfallen als bisher im Forum ersichtlich.

Machen wir weiter beim Bezug zum Thema. Beim aktuellen Artikel geht es um die Impfpflicht gegen Masern. Bei der Influenza war nie eine Impfpflicht in der Diskussion, wenn überhaupt, kommt hier §23a zum Einsatz. Was soll hier der Beitrag zur Influenzaimpfung? Wenn MITDENKER unbedingt etwas zum Thema Grippeimpfung sagen muss, am selben Tag (11.03.19) wäre der passende Artikel gewesen:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/101554/Intensive-Forschung-fuer-universellen-Grippeimpfstoff

Sind den wenigstens die zitierten Quellen vertrauenswürdig?
Nehmen wir den Link, den MITDENKER in seinem Beitrag präsentiert:
https://articles.mercola.com/sites/articles/archive/2018/11/13/influenza-vaccine-effectiveness.aspx
Eine Effektivität des Impfstoffs deutlich unter 50% klingt erst einmal dramatisch. Wenn man die Originalquellen liest, ist das Alles wesentlich entspannter. Der dort zitierte MMWR-Artikel berichtet über ein zurückliegendes Problem bei einer Antigendrift beim H3N2-Virus, in einer einzelnen Saison fiel die (komplette) Schutzwirkung ab auf 23%. Das bedeutet aber nur, dass für die nächste Saison der Impfstoff überarbeitet werden muss. Und es sagt nichts über die weiterhin vorhandene partielle Schutzwirkung i.S. einer abgeschwächten Infektion.
Oder hier ein Link von MITDENKER in einem früheren Beitrag zum Thema Autismus und MADSEN-Studie:
https://childrenshealthdefense.org/news/new-danish-mmr-study-shows-autism-rate-of-1-in-100-cdc-should-rush-to-denmark/
Dort wird der MADSEN-Studie vorgeworfen, sich allein auf die MMR-Impfung fokussiert zu haben und die anderen Impfungen ignoriert zu haben. Es wird dabei unterstellt, die Studie würde durch die Kinder verfälscht, die gegen alle Impfungen außer MMR geimpft sind. Was soll man dazu sagen? Eine prospektive Studie liefert hochwertige Daten, aber nur auf die Fragen, die man vorher gestellt hat. Zum damaligen Zeitpunkt wurde die MMR-Impfung allein als Ursache angeschuldigt, dem entsprechend war das Studiendesign. Für neue Fragen braucht man neue Studien. Was die komplett durchgeimpften Kinder mit Ausnahme der MMR betrifft, das dürften nur wenige Einzelfälle sein. Ich sehe hier die Impfgegner in der Bringschuld belastbare Zahlen zu liefern. Übrigens wird in der o.g. Quelle auf die höhere Nachweisrate an Autismus in den USA verwiesen. Das kann aber viele Ursachen haben, gerade in Kleinkindalter gibt es eine große Bandbreite an Symptomen und die lokal verwendeten Falldefinitionen, die Erwartungshaltung der Bevölkerung und die Zahl der praktizierenden Psychiater dürften alle einen Einfluss auf die Nachweisrate haben. Für eine derartige Studie zählt aber nur dass die o.g. Faktoren innerhalb der untersuchten Population einheitlich sind.
In seinen letzten Beiträgen ist MITDENKER von deutschen impfkritischen Seiten auf englischsprachige Seiten gewechselt. Das macht aber keinen Unterschied, diese Impfkritischen Seiten auf US-Servern sind gleichermaßen unsachlich und wissenschaftsfern wie die deutschen impfkritischen Seiten.

Warum rege ich mich hier auf? Ganz einfach, die Diskussion der Impfgegner wird hier auf einer rein emotionalen Ebene geführt, Fakten sind nebensächlich. Die normalen biologischen Grenzen von Impfungen werden als katastrophales Versagen aufgebauscht. Es soll einzig und allein ein diffuses Unbehagen gegen Impfungen erzeugt werden. Genau das ist aber das Verhalten von Forentrollen. Es geht nicht um die Suche nach einer Wahrheit, es geht nur darum zu provozieren und Verwirrung zu stiften.

Wer wirklich an einer inhaltlichen Diskussion interessiert ist, fängt damit an sich an gewisse Grundregeln zu halten. Dazu gehört zum Beispiel, sich an das Thema zu halten und sich klar auszudrücken. Dazu gehört nicht nur zu sagen, wogegen man ist, sondern auch wofür man steht und welche Konsequenzen mit der eigenen Position verbunden sind. All dies hat mit Respekt vor dem Gesprächspartner zu tun, denn eine Diskussion ist ab einer gewissen Stufe der Komplexizität immer auch eine Investition von Zeit.

Ein kurzes Statement kann in wenigen Minuten geschrieben werden, ein in sich geschlossener Beitrag zu einem Thema kann schon ein bis zwei Stunden kosten, ein komplexes Thema drei bis vier Stunden und eine ausgiebige Quellenrecherche (wenn man in englischsprachigen Publikationen die versteckten Schwachstellen im Kleingedruckten aufspüren muss) dauert unter Umständen mehrere Tage.

Das was hier zum Thema Impfen immer wieder passiert, das kann ich nur als die Ökonomie der Dummheit bezeichnen. Zwei oder drei Halbwahrheiten mit einem Link zu einer unseriösen Quelle oder zu einem missverstandenen Artikel, das ist schnell zusammengeschrieben und wird dann als angebliche Wahrheit präsentiert. All dies zu analysieren, die Quellen zu prüfen und eine fundierte Antwort zu schreiben, dies dauert ein Vielfaches an Zeit. Das Verschleißen des Gegners hat aber mit einer ehrlichen Diskussion nichts mehr zu tun.

Es steht hier jedem frei die eigene Meinung zu äußern. Ob dies genutzt wird, neue Blickwinkel auf bestehende Probleme aufzuzeigen und evtl überraschende Lösungen zu präsentieren oder ob dies missbraucht wird, um als Troll seinen Mitmenschen auf die Nerven zu gehen, dies muss jeder für sich selbst entscheiden.
Avatar #759489
MITDENKER
am Donnerstag, 14. März 2019, 16:03

Impfpflicht bei so einer schlechten Wirkung

Offenbar bringt die Impfung wenig bis nichts - und hat mitunter heftige Nebenwirkungen. Hier eine Zusammenschau von Dr. Mercola:
https://articles.mercola.com/sites/articles/archive/2018/11/13/influenza-vaccine-effectiveness.aspx
Avatar #759489
MITDENKER
am Donnerstag, 14. März 2019, 16:01

Mitdenker

Offenbar eine überflüssige Impfung, bringt wenig bis nichts und hat Nebenwirkungen, mehr dazu hier:
https://articles.mercola.com/sites/articles/archive/2018/11/13/influenza-vaccine-effectiveness.aspx
Avatar #760038
Eigenrechercheistbesser
am Dienstag, 12. März 2019, 14:46

Welche Datenlage?

Meint Herr Rodeck die aufgrund der Meldepflicht seit 2001 vom Robert-Koch-Institut erfassten Daten, welche die ständig hochgewürgte Debatte um eine Impfpflicht mal sogar nicht unterstützen?

Oder meint er die mal 24 (taz), mal 26 Erkrankten aus Hildesheim, bei denen nicht mal klar ist, ob der erste Patient nicht doch doppelt gegen Masern geimpft war, so wie es etwa der 13-jährigen Masernpatientin in Halver an der Anna-Frank-Schule nachgesagt wird?

Bei 929 Masernfällen waren 2017 163 doppelt Geimpfte mitdabei, was ungefähr 16 Prozent sind. Dafür das man zwei Mal eine Impfung mit Adjuvantien ohne Regresspflichtigen bekommen hat, ist das krass hoher Wert. Für 2018 stehen 532 Masernfälle zu Buche. Dem gegenüber stehen über 3500 Nebenwirkungen, welche auf Masernimpfstoffe zurückgeführt werden, wie das Paul-Ehrlich-Institut festgehalten hat. Das muss man einfach mal auf sich wirken lassen.

Der immer wieder herbei geredete Herdenschutz und diese ominösen 95 Prozent zum Ausrotten von Krankheiten werden nie irgendwie belegt. Fakt ist aber, dass in Hildesheim nur 73 Prozent Ihren Impfschutz nachweisen konnten. Heisst, warum gab es eigentlich nur (!) 24 oder 26 Fälle? Und waren diese Fälle doppelt geimpft? Oder nur einfach? Oder gar nicht?

Es wird immer so berichtet wie es gerade gebraucht wird.
LNS

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