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Bürgerkrieg gefährdet Hilfe der Universitätsmedizin Rostock in Kamerun

Dienstag, 12. März 2019

/Zerophoto, stockadobecom

Rostock – Die Rostocker Universitätsmedizin ist in Sorge um die Sicherheit ihrer Partner­krankenhäuser in den kamerunischen Städten Limbe und Bamenda. „Unsere Arbeit in Kamerun wird zur Zeit durch den Bürgerkrieg erschwert“, sagte der Leiter der Abteilung für Tropenmedizin und Infektiologie, Emil Reisinger. Kürzlich sei eine Krankenschwester im Krankenhaus angeschossen worden, sie habe überlebt. „Trotz dieser Schwierigkeiten machen wir aus sozialer Verantwortung weiter“, sagte der Mediziner.

Die Partnerschaften bestehen seit 2008. Die bisherige Hilfe für Ausbildung und Sach­mittel habe einen Umfang von 1,1 Millionen Euro. 2017 sei die Zusammenarbeit auf das westafrikanische Guinea mit der Klinik in Kindia und dem Labor in Conakry ausgeweitet worden. Gerade jetzt sei die Unterstützung der Krankenhäuser ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung von Flucht- und Migrationsursachen, betonte Reisinger.

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Der Schwerpunkt liege auf der Versorgung von Patienten mit HIV und anderen Infektio­nen, der Organisation der Notaufnahme der Kliniken und die Arbeitsabläufe im Labor. Da die Bevölkerung während der Ebolaepidemie 2015 das Vertrauen in die Gesundheitsver­sorgung verloren habe, würden nun Methoden zum raschen Nachweis von Ebola und anderen Infektionserregern etabliert.

„Es ist wichtig, in den Ländern Frühwarnsysteme einzuführen, die vor einem Ausbruch warnen“, sagte Reisinger. So könnten Epidemien frühzeitig erkannt werden und die Schutzmaßnahmen vor Ort, aber auch in Europa könnten früher greifen.

Kamerun war von 1884 bis 1919 deutsche Kolonie, nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Land von Frankreich und Großbritannien geteilt. „Im englischsprachigen Teil entlang der Grenze zu Nigeria, in dem etwa 20 Prozent der 25 Millionen Einwohner leben, kämpfen die Menschen nun für die Unabhängigkeit“, erklärte der Tropenmediziner. © dpa/aerzteblatt.de

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