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Täter der Bluttat von Offenburg muss in die Psychiatrie

Dienstag, 12. März 2019

/dpa

Offenburg – Nach einer tödlichen Messerattacke auf einen Arzt in Offenburg kommt der mutmaßlich 27 Jahre alte Angreifer in die Psychiatrie. Der Asylbewerber aus dem afrika­nischen Dschibuti sei ohne Zweifel der Täter, urteilte das Landgericht Offenburg (Orte­nau­kreis). Da er unter einer psychischen Krankheit und Wahnvorstellungen leide, sei er jedoch nicht schuldfähig.

Dies habe ein vom Gericht in Auftrag gegebenes Gutachten ergeben. Zudem stelle er eine Gefahr für die Allgemeinheit dar. Der Mann, der unter anderem unter Verfolgungswahn leide, werde daher zwangsweise in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Er hatte in dem Prozess bis zuletzt seine Unschuld beteuert.

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Die Tat hatte sich Mitte August vergangenen Jahres ereignet. Der 52 Jahre alte Allge­mein­mediziner war in seiner Praxis mit zahlreichen Messerstichen getötet worden, zu­dem war eine Arzthelferin verletzt worden. Der Asylbewerber, dessen Alter vom Gericht nicht eindeutig geklärt werden konnte, wurde wenig später festgenommen.

Dem Urteil zufolge wollte er sich für eine aus seiner Sicht fehlerhafte ärztliche Behand­lung rächen. Er sei davon ausgegangen, von dem Mediziner bei einer vorangegangenen Blutentnahme vergiftet worden zu sein. Belege für mögliche medizinische Fehler gebe es jedoch nicht, sagte der Vorsitzende Richter Heinz Walter.

Der Allgemeinmediziner war den Angaben zufolge nach mindestens 20 Messerstichen in Kopf und Hals am Tatort gestorben. Er habe keine Chance gehabt, dem Angriff zu entkommen, sagte der Richter. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die am Prozess Beteiligten haben nach Angaben des Gerichts eine Woche Zeit, Revision einzulegen (Az.: 1 Ks 501 Js 13789/18). © dpa/aerzteblatt.de

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