NewsAuslandProvider wird für Kontaktvermittlung zu Leihmüttern bestraft
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Provider wird für Kontaktvermittlung zu Leihmüttern bestraft

Freitag, 15. März 2019

/Bits and Splits, stockadobecom

Versailles/Paris – In Frankreich muss ein Provider für eine Internetseite Strafe bezahlen, die Kontakte zu Leihmüttern vermittelt hat. „Das ist ein sehr wichtiges Signal an Provider, die die Veröffentlichung dieser Art von Seiten erlauben“, sagte die Anwältin des Vereins „Juristes pour l'enfance“, Adeline Le Gouvello, gestern der französischen Zeitung La Croix in Paris. Der Verein hatte den Fall vor Gericht gebracht.

Anzeige

Die Internetseite mit Informationen einer spanischen Firma bot Paaren mit Kinderwunsch die Kontaktvermittlung zu einer Leihmutter an. In Frankreich ist die Leihmutterschaft seit 1994 sowie die Kontaktvermittlung zu Leihmüttern nicht erlaubt. Ein Gericht in Versailles entschied Ende Februar, dass der Provider die Seite vom Netz nehmen und 3.000 Euro Strafe bezahlen muss.

Auch in Deutschland ist die Vermittlung von Leihmüttern nach dem Adoptionsver­mittlungsgesetz gesetzlich verboten. In vielen westeuropäischen Ländern ist die „altruistische“ Leihmutterschaft erlaubt, etwa in Belgien, den Niederlanden, Dänemark, Griechenland, Ungarn, Irland, Lettland und Großbritannien.

Das bedeutet, dass die Leihmütter kein Gehalt für ihre Dienste erhalten dürfen. Spanien und Norwegen verbieten die Leihmutterschaft in ihrem Land, aber dulden Leihmutter­schaften im Ausland. In der Ukraine und in Russland ist auch die kommerzielle Form erlaubt. © kna/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

26. Mai 2020
Paris − Die französische Regierung hat als Konsequenz aus der Coronakrise „massive Investitionen“ in die öffentlichen Krankenhäuser zugesagt. Premierminister Edouard Philippe stellte gestern
Frankreich will massiv in Krankenhäuser investieren
20. Mai 2020
Paris − Die Abgeordnete Sabine Thillaye, die als einzige Deutsche in der französischen Nationalversammlung sitzt, hat Präsident Emmanuel Macron zum Umdenken in der Coronakrise aufgerufen. Sie
Deutsch-französische Abgeordnete ruft zur mehr Investition in Kliniken auf
18. Mai 2020
Straßburg − Keine Anzug tragenden Abgeordneten und ihre gestressten Assistenten mehr, dafür weiße Kittel und Schutzmasken: Der Sitz des EU-Parlaments in Straßburg ist im Zuge der Coronapandemie
EU-Parlament in Straßburg zu SARS-CoV-2-Testzentrum umfunktioniert
15. Mai 2020
Paris – Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat angesichts der Coronapandemie „Fehler“ bei der umstrittenen Gesundheitsreform eingeräumt. Er wolle die „Verarmung“ des Gesundheitspersonals beenden,
Macron räumt „Fehler“ bei Gesundheitsreform ein
6. Mai 2020
Paris − Französische Infektiologen sind bei einer retrospektiven Analyse von Krankenakten auf den Fall eines 42-jährigen Fischhändlers gestoßen, dessen Symptome COVID-19 ähnelten. Der Mann wurde
COVID-19: Erste Erkrankung in Frankreich bereits Ende Dezember?
29. April 2020
Wien – Nach Fortschritten im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 wagen einige Länder Lockerungen ihrer Ausgangsbeschränkungen und anderer Schutzmaßnahmen. Österreich kündigte ein
Lockerungen in Österreich, Spanien und Frankreich
24. April 2020
Berlin – Der Richtlinienentwurf des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) enthält nach wie vor den Vorschlag, dass Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die an Krebs erkrankt sind, von einer
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER