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Ärzteschaft

Agentur deutscher Arztnetze setzt sich für elektronische Fallakten ein

Donnerstag, 14. März 2019

/Elnur, stockadobecom

Berlin – Die Agentur deutscher Arztnetze in Deutschland unterstützt die geplante Ein­führung einer um­fassenden elektronischen Patientenakte (ePA). Sie plädiert jedoch zugleich dafür, zusätzlich dazu auch elektronische Fallakten (E-Fallakten) zu nutzen. Diese sollten fallbezogen und zeit­lich begrenzt in einem sicheren Intranet zur Verfügung stehen und in den Händen der Behandler liegen, hieß es von der Agentur.

Gesundheitsnetze benötigten sichere und dennoch unkomplizierte Lösungen, die auch für innovative, anwenderorientierte Konzepte sektorenübergreifend und kostengünstig zur Verfügung stünden, sagte Thomas Schang, Vorstandsvorsitzender der Agentur deutscher Arztnetze.

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Die Ärztenetze unterscheiden drei Konzepte bei der Speicherung der Behandlungsdaten: Elektronische Patientenakten erlaubten danach die dauerhafte Speicherung sämtlicher medizini­scher Daten sowie die Nutzung durch eine große Zahl von Leistungserbringern. Patienten könnten ihre Daten auch per Smartphone verwalten.

Die ePA erforderten einen sehr hohen, aufwendigen Sicherheitsstandard. Deshalb sollte diese ausschließlich in einem öffentlich rechtlichen Rahmen wie in der gematik konzi­piert werden und einer ständigen staatlichen Sicherheitskontrolle unterliegen, so Schang. „E-Fallakten“ seien dage­gen für eine fallbezogene, zeitlich begrenzte Datenspeicherung konzipiert.

Sorgfältig von diesen beiden Konzepten zu unterscheiden seien bestehende elektroni­sche Gesundheitsakten. Diese oft privatwirtschaftlich entwickelten und gesponserten Akten – wie sie beispielsweise bereits diverse Krankenkassen und Private Krankenver­sicherer für ihre Versicherten anbieten – unterlägen der Verwaltung durch Patienten und enthielten neben medizinischen auch Wellnessdaten und Serviceangebote für Patienten wie auch für behandelnde Ärzte.

Der Sicherheitsstandard dieser E-Gesundheitsakten sei sehr unterschiedlich. „Patienten und Ärzte werden sich eine Meinung dazu bilden müssen, welche Systeme in welchem Rahmen sinnvoll nutzbar sind und welchen Nutzen sie für wen haben“, so Schang. © hil/aerzteblatt.de

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