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Immer mehr Beschäftigte fühlen sich durch hohe Arbeitsintensität belastet

Donnerstag, 14. März 2019

/shefkate, stockadobecom

Dortmund – Die Arbeitsintensität in Deutschland ist in den vergangenen Jahren nahezu gleichbleibend hoch gewesen. Aber immer mehr Beschäftigte empfinden die hohe Inten­sität als belastend. Das berichtet die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und sieht ein gesundheitliches Risiko für die Beschäftigten.

Die Bundesanstalt stützt sich dabei auf Erwerbstätigenbefragungen aus den Jahren 2006, 2012 und einer neuen 2018er-Befragung. An den Befragungen haben jeweils über 17.000 Beschäftigte teilgenommen. Während beispielsweise im Jahr 2006 noch 43 Prozent der Beschäftigten angaben, sich durch sehr schnelles Arbeiten belastet zu fühlen, stieg der Anteil im Jahr 2018 auf 51 Prozent. 

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Im vergangenen Jahr gaben sechs von zehn Befragten an, häufig Verschiedenes gleichzei­tig bearbeiten zu müssen. Etwa die Hälfte der Befragten sagte, dass sie häufig unter starkem Termin-/Leistungsdruck arbeiten (48 Prozent) oder bei der Arbeit gestört werden (46 Prozent). Insgesamt 34 Prozent der Befragten gaben an, häufig sehr schnell arbeiten zu müssen und 16 Prozent gehen häufig bis an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit bei der Arbeit.

Bei den Erwerbstätigenbefragungen hat die BAuA nach insgesamt fünf verschiedene Arbeitsbedingungen als Indikatoren für Arbeitsintensität gefragt – gleichzeitige Arbeit an verschiedenen Themen, Termin-/Leistungsdruck, Störungen bei der Arbeit, sehr schnelles Arbeiten und Arbeiten an der Leistungsgrenze. 

Es zeigte sich, dass in der Gruppe der Beschäftigten, die all diesen Bedingungen häufig ausgesetzt ist, fast die Hälfte von Erschöpfung berichtet (49 Prozent). In der Gruppe der Beschäftigten, die keine der fünf Bedingungen häufig erleben, geben nur sieben Prozent an, erschöpft zu sein.

Die BAuA folgert, dass eine hohe Arbeitsintensität mit Erschöpfung der Beschäftigten einhergeht und damit ein gesundheitliches Risiko darstellen kann und empfiehlt den Unternehmen, aktiv gegenzusteuern. Beispielsweise sollten Führungskräfte ihren Beschäftigten einen angemessenen Handlungsspielraum über Geschwindigkeit, Inhalt und Anordnung ihrer Aufgaben geben. Dies könne den negativen Effekten einer hohen Arbeitsintensität entgegenwirken. © hil/aerzteblatt.de

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