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Klimakrise: Gesundheitsallianz und Medizinstudierende unterstützen Schülerstreik

Donnerstag, 14. März 2019

Klimaschutz-Demonstration „Fridays for Future“ am 1. März 2019 in Stuttgart /dpa

Stuttgart – Die Organisatoren von „Fridays For Future“ wollen morgen so umfassende Schulstreiks für Umweltschutz auf die Beine stellen, wie noch nie. Unterstützung für den Umweltschutz haben heute auch die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG), ein Netzwerk aus Gesundheitsberufen und Patientenvertretern, und die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) signalisiert.

„Es macht wenig Sinn, neue Medikamente und Therapien zu entwickeln, wenn die Lebensbedingungen auf diesem Planeten zerstöre­risch werden. Die Schüler haben das verstanden“, sagte KLUG-Sprecher Martin Herrmann. Der Kampf gegen die Klimakrise sei „eine Pflicht der Gesund­heitsberufe“, hieß es von der Initiative weiter.

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Sie wies darüber hinaus darauf hin, dass der Weltärztebund dazu aufgerufen habe, Klima­wandel als prioritär auf die Tagesordnung der Gesundheitsorganisationen zu setzen. Pro­minente Ärzte in Groß­britannien hätten darüber hinaus kürzlich die britische Regierung aufgefordert, die Anstrengungen zum Klimaschutz zu verstärken, mit gutem Beispiel voran zu gehen und bis 2030 klimaneutral zu werden.

„Die zunehmenden Proteste junger Menschen sind ein Signal an die Politik, endlich die Ziele des Abkommens von Paris in Deutschland umzusetzen und zielgerichtete Maßnah­men zum Schutz unseres Klimas und damit auch zum Schutz unserer Gesundheit zu ergreifen“, hieß es heute vom bvmd.

Der Klimawandel sei als ein multifaktorieller medizinischer Notfall zu betrachten, welcher bereits in Deutschland etwa durch vermehrte Hitzewellen zu Todesfällen geführt habe. Dabei seien Menschen mit erhöhter Vulnerabilität, wie Kinder, Senioren oder Vorerkrankte besonders gefährdet. Gleichzeitig sei das deutsche Gesundheitswesen bisher nicht ausreichend auf derartige Auswirkungen vorbereitet.

Der Studierendenverband appellierte an die Politik „endlich einen zukunftsweisenden Plan“ zum Schutz unserer Umwelt aufzustellen. Die Studierenden hatten bereits im November 2018 ein Positionspapier „Klimawandel und Gesundheit” veröffentlicht.

In Stuttgart gehen zum Ende jeder Woche Hunderte junge Menschen auf die Straße – ebenso wie Hunderte Dieselfahrer, die gegen Fahrverbote aufbegehren. Die eine Gruppe –bestehend vor allem aus Schülern und jungen Menschen – ist Teil der weltweiten Protestbewegung „Fridays for Future“.

Die andere folgt dem Aufruf des Stuttgarters Ioannis Sakkaros, um gegen Dieselfahr­verbote in der Stadt zu demonstrieren. „Im Grunde genommen sind die beiden Proteste Gegenpole des gleichen Konflikts“, sagte der Soziologe Simon Teune vom Institut für Protest- und Bewegungsforschung. Mobilität und Individualverkehr seien ja ein Faktor in der Diskussion Klimawandel. © may/dpa/aerzteblatt.de

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