NewsAuslandDeutschland gibt Milliardenbetrag für Opfer des Syrienkonflikts
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Deutschland gibt Milliardenbetrag für Opfer des Syrienkonflikts

Donnerstag, 14. März 2019

/dpa

Brüssel – Deutschland hat seine Hilfszusagen für die notleidenden Menschen in Syrien und für Flüchtlinge in den benachbarten Ländern um einen Milliardenbetrag aufgestockt. Entwicklungsminister Gerd Müller kündigte heute bei der internationalen Geber­konferenz in Brüssel an, dass die bereits gegebenen Zusagen noch einmal um 1,44 Milliarden Euro erhöht werden. Deutschland setze damit ein „starkes Zeichen der Soli­darität“, sagte der CSU-Politiker. Im vergangenen Jahr waren rund 1,47 Milliarden Euro bereitgestellt worden.

Mit dem bei der Konferenz gesammelten Geld sollen Nahrungsmittel und medizinische Hilfen, aber auch Ausbildungsprogramme für Kinder und Jugendliche finanziert werden. Nach Zahlen der Vereinten Nationen sind allein in Syrien noch immer 11,7 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Zudem benötigen Millionen Flüchtlinge in Länder wie der Türkei, im Libanon und in Jordanien Unterstützung.

Anzeige

In dem Bürgerkrieg in Syrien gab es nach Schätzungen bereits mehr als 400.000 Tote. Alle Versuche, einen politischen Übergang auf den Weg zu bringen, scheiterten bisher. Die von Russland und dem Iran unterstützte Regierung von Präsident Baschar al-Assad kontrolliert mittlerweile wieder mehr als zwei Drittel des Landes.

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini betonte bei der Konferenz, dass das gesammelte Geld nur in humanitäre Hilfe und nicht in den Wiederaufbau des Landes fließen. Mittel dafür werde es nur dann geben, wenn es unter Aufsicht der Vereinten Nationen einen politischen Prozess gebe, sagte sie.

An der Brüsseler Syrienkonferenz nehmen Vertreter von rund 80 Staaten und Organisa­tionen teil. Die EU und die Vereinten Nationen hoffen als Organisatoren des Treffens auf Hilfszusagen in Höhe von mindestens 4,3 Milliarden US-Dollar (3,8 Milliarden Euro). So viel Geld war bei der Konferenz im vergangenen Jahr zugesagt worden. Die tatsächlichen Zahlungen lagen dann sogar bei rund 6 Milliarden US-Dollar. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

9. Juli 2020
Brüssel/Athen – Hunderte geflüchtete Kinder und Jugendliche werden nach Angaben der EU-Kommission in den kommenden Monaten aus Griechenland in andere EU-Staaten umgesiedelt. Bereits vorgestern und
Weitere Flüchtlingskinder werden aus Griechenland umgesiedelt
9. Juli 2020
Berlin – In Folge der Coronapandemie könnten einem Bericht zufolge bis zum Jahresende täglich weltweit bis zu 12.000 Menschen an Hunger sterben – möglicherweise sogar mehr als an der Krankheit selbst.
Bericht: 12.000 Tote täglich als Folge der Krise möglich
9. Juli 2020
Rom – Die italienische Küstenwache hat ein Fahrverbot für das deutsche Rettungsschiff „Sea Watch 3“ verhängt. Als Grund gab sie am Mittwochabend „technische und operative“ Sicherheitsmängel und
Italiens Küstenwache verhängt Fahrverbot für „Sea Watch 3“
8. Juli 2020
New York – Eine Blockade im UN-Sicherheitsrat gefährdet die humanitäre Hilfe für Millionen Notleidende in Syrien. Russland und China verhinderten gestern eine deutsch-belgische Resolution zur
Vetos im UN-Sicherheitsrat blockieren Hilfe für Syrer
7. Juli 2020
Brüssel – Auf der Suche nach einer Lösung für die Seenotrettung kommen die EU-Staaten nicht voran. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) betonte zwar heute nach Beratungen mit seinen
Seenotrettung: EU-Staaten finden keine Lösung
7. Juli 2020
Genf – Bei den Kämpfen in der Region Idlib in Nordwestsyrien sind Ende 2019 und Anfang 2020 nach Einschätzung der UNO zahlreiche Kriegsverbrechen und möglicherweise Verbrechen gegen die Menschlichkeit
UNO prangert Kriegsverbrechen bei Kämpfen um Idlib an
7. Juli 2020
Bonn – Die Welthungerhilfe hat vor verheerenden Folgen der Coronapandemie für die ärmsten Menschen gewarnt. Die Zahl der Hungernden drohe weltweit auf eine Milliarde Menschen anzusteigen, erklärte die
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER