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Politik

Tuberkuloserisiko in deutschen Städten höher als auf dem Land

Donnerstag, 14. März 2019

/dpa

Leipzig – Das Risiko einer Erkrankung an Tuberkulose ist in Deutschlands Städten höher als auf dem Land. In Ballungsräumen sei die Gefahr, sich mit der Krankheit zu infizieren, 1,7-mal höher, teilte das Leibniz-Institut für Länderkunde heute in Leipzig vor dem Welttuberkulose­tag am 24. März mit. Mit 418 Neuerkrankungen lag Berlin 2017 auf dem Spitzenplatz, gefolgt von Hamburg (234), München (123), Köln (105) und Frankfurt am Main (99).

Das höchste Risiko, sich mit Tuberkulose zu infizieren, haben demnach Migranten und Asylsuchende. Die meisten der gemeldeten Neuerkrankungen in den vergangenen Jahren wurden bei Untersuchungen in Erstaufnahmeeinrichtungen festgestellt. Die Betroffenen infizierten sich allerdings oft bereits in ihrem Heimatland. Bei deutschen Staatsangehöri­gen erkranken am häufigsten Alkohol- oder Drogenabhängige und sozial benachteiligte sowie ältere Menschen.

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Dennoch ist Tuberkulose in Deutschland durch gestiegene Hygiene selten geworden und spielt als Todesursache kaum noch eine Rolle. Pro 100.000 Einwohner infizierten sich 2017 im Schnitt 6,7 Menschen neu mit den Bakterien. Durch die Migration stiegen die Zahlen 2015 und 2016 erstmals seit Langem wieder.

Die Infektionskrankheit Tuberkulose wird durch Bakterien hervorgerufen, die meist die Lunge befallen. In Deutschland muss jede Erkrankung dem Gesundheitsamt gemeldet werden. Weltweit sterben laut Welt­gesund­heits­organi­sation jedes Jahr 1,3 Millionen Menschen an der Krankheit. © afp/hil/aerzteblatt.de

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