NewsVermischtesTechniker Krankenkasse evaluiert System zur Erfassung von Stürzen bei Senioren
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Techniker Krankenkasse evaluiert System zur Erfassung von Stürzen bei Senioren

Freitag, 15. März 2019

/SergeVo, stockadobecom

Hamburg – Die Techniker Krankenkasse (TK) stattet zusammen mit dem Unternehmen Philips 500 Senioren in Deutschland mit einem technischen System aus, das Stürze in der häuslichen Umgebung erfassen und in einem solchen Notfall Hilfe alarmieren soll.

„Pflegebedürftigkeit und ein möglichst selbstständiges Leben dürfen sich nicht aus­schließen. Das Projekt ‚Sicher Zuhause‘ zeigt, wie digitale Lösungen und künstliche Intelligenz die Eigenständigkeit im Alter unterstützen können“, erklärte Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK. Zudem würden Pflegende entlastet und Angehörigen ein Teil ihrer Sorgen genommen, so Ballast weiter.

Anzeige

Teilnehmende TK-Versicherte erhalten ein Hausnotrufsystem mit einer Basisstation und einem um den Hals zu tragenden Funksender. Die im Funksender integrierten Sensoren sollen einen Sturz erkennen und einen automatischen Notruf auslösen.

Binnen kurzer Zeit meldet sich dann ein Mitarbeiter der Hausnotrufzentrale, der Zugriff auf die hinterlegte Adresse und wichtige Informationen hat, zum Beispiel zu Vorerkran­kungen und verordneten Medikamenten. Über die Freisprechanlage des Hausnotrufgeräts kann der Hilfebedürftige von überall in der Wohnung seine Situation schildern. Je nach Bedarf werden Nachbarn, Angehörige oder der Notarzt verständigt.

Das Projekt soll zudem die Vorteilen des technischen Systems mit medizinischem Know-How verknüpfen. Dazu schildern die Teilnehmer der Studie zu Beginn der Studie einem speziell geschulten Gesundheitsberater telefonisch ihre persönliche Situation, etwa Krankengeschichte, Medikation und den üblichen Tagesablauf. Der um den Hals getragene Funksensor für die Sturzerkennung registriert die Bewegungsdaten. Auf Basis der vom Sender übermittelten Daten sowie der Informationen aus dem Eingangsgespräch berechnet der selbstlernende Algorithmus tagesaktuell einen Risikowert.

„Das Besondere an dieser Lösung ist, dass sie einen Risiko-Score ermittelt, der den Ge­sundheitszustand des Patienten darstellt. So lassen sich Anzeichen für eine Verschlech­terung rechtzeitig erkennen“, erläuterte Andreas Landgraf, Business Development Manager bei Philips. Ist ein Grenzwert überschritten, meldet sich der Gesundheitsberater, um mögliche Ursachen, aber auch sinnvolle präventive Maßnahmen wie Krankengym­nastik, einen Arztbesuch oder eine Pflegeberatung vor Ort zu besprechen.

Laut einer Studie in der Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie machen ab einem Alter von 60 Jahren Stürze über die Hälfte der unfallbedingten Verletzungen aus. Deren Folgen können einschneidend sein: Knochenbrüche oder Kopfverletzungen beispielsweise ziehen nicht selten Aufenthalte in Krankenhäusern oder Rehaeinrichtungen nach sich. Zudem könne Sturzangst die körperliche Aktivität und den Bewegungsradius massiv einschrän­ken.

An der achtmonatigen Studie können alle TK-Versicherten ab Pflegegrad eins teilnehmen, die Anspruch auf ein Hausnotrufsystem haben. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #761828
ahappel
am Samstag, 16. März 2019, 17:26

Gibt es schon

Armbanduhren mit Mobilfunk, GPS, Bewegungssensoren und Freisprechen erkennen Stürze und andere Auffälligkeiten bzw Notfälle. Nennt sich Cares.Watch
Avatar #761828
ahappel
am Samstag, 16. März 2019, 17:09

Gibt es schon

Armbanduhren mit Mobilfunk, GPS, Freisprechen und Bewegungssensoren erkennen Stürze und andere Auffälligkeiten bzw Notfälle. Nennt sich Cares.Watch
LNS

Nachrichten zum Thema

6. Juli 2020
Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat älteren Bürgern für ihre Haltung und ihr Verständnis in der Pandemie gedankt. Für die Älteren, die allein in ihren Wohnungen oder in Pflegeheimen
Merkel dankt älteren Menschen für Verständnis
29. Mai 2020
Berlin − Viele ältere Menschen in Deutschland sind in der Coronakrise bei anhaltender sozialer Isolation von Vereinsamung bedroht. Zu diesem Ergebnis kommt eine heute veröffentlichte Studie des
Studie sieht drohende Vereinsamung älterer Alleinstehender
7. Mai 2020
London – Soziale Isolation ist mit einem erhöhten Risiko einer Krankenhauseinweisung wegen Atemwegserkrankungen bei älteren Erwachsenen verbunden. Das berichten Wissenschaftler des University College
Soziale Isolation erhöht das Risiko einer Krankenhauseinweisung wegen Atemwegserkrankungen bei Älteren
1. April 2020
Hannover − Gesundheitsexperten weisen auf besondere Belastungen für an Depressionen erkrankte Senioren in der Coronakrise hin. Da diese aufgrund des Alters und von Vorerkrankungen zur
Depressive Senioren leiden unter Coronakrise
14. Januar 2020
Hannover – Immer mehr Senioren leiden wegen des Klimawandels an Heuschnupfen. Die Zahl der Allergiker sei bei Menschen ab dem mittleren Alter stark angestiegen, erklärte die Kaufmännische Krankenkasse
Immer mehr Senioren leiden an Heuschnupfen
27. Dezember 2019
Potsdam - Im Brandenburger Sozialministerium laufen die Vorbereitungen für den geplanten Seniorenbeauftragten. Im Januar gebe es ein Gespräch mit dem Landesseniorenrat, sagte Gabriel Hesse,
Gespräche für neues Amt des Seniorenbeauftragten in Brandenburg
12. Dezember 2019
Hamburg – Hamburg dehnt sein Projekt für Senioren-Hausbesuche auf alle Bezirke aus. 2020 werden deshalb 15.000 Senioren zum 80. Geburtstag ein Anschreiben der Gesundheitsbehörde mit einem Termin für
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER