NewsPolitikAfD will Nutzenbewertung für Cannabis und Versandhandelsverbot rezeptpflichtiger Medikamente
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

AfD will Nutzenbewertung für Cannabis und Versandhandelsverbot rezeptpflichtiger Medikamente

Freitag, 15. März 2019

/dpa

Berlin – Die AfD-Fraktion fordert eine wissenschaftliche Nutzenbewertung für medizini­sches Cannabis analog zum Arzneimittelrecht. In einem Antrag heißt es, aus Gründen des Patientenschutzes und des verantwortungsvollen Umgangs mit den Krankenversiche­rungs­beiträgen müsse Medizinalcannabis wie andere Arzneimittel auch behandelt werden.

Es sollte sichergestellt werden, „dass Medizinalcannabis dem 2010 mit dem Arzneimittel­markt­neuordnungsgesetz (AMNOG) eingeführten Verfahren zur Nutzenbe­wertung und Preisfindung von Arzneimitteln unterzogen“ werde.

Anzeige

Darüber hinaus hat sich die AfD-Fraktion dafür ausgesprochen, den Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln in Deutschland zu verbieten. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) habe 2016 entschieden, dass Versandapotheken im EU-Ausland nicht an die deutsche Arzneimittelpreisverordnung gebunden seien, wenn sie nach Deutschland liefern. Sie könnten ihren Kunden deshalb Boni bieten, heißt es in einem Antrag der Fraktion.

In der Folge sinke die Apothekenzahl in Deutschland ständig, während die großen Ver­sen­der im EU-Ausland expandierten. Die Abgeordneten verlangen nun neben dem Versand­handelsverbot mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln auch, dass die Zustellung durch Boten künftig nicht nur im Einzelfall erlaubt wird. © hib/EB/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

17. Juni 2019
Stuttgart – Um Cannabispflanzen besser erforschen zu können, hat die Universität Hohenheim ein internationales Forschungsnetzwerk aufgebaut. Gemeinsam mit kanadischen Kollegen und Unternehmen wollen
Universität Hohenheim will Cannabis genauer untersuchen
13. Juni 2019
Berlin – Die Bundesregierung will Jugendliche und junge Erwachsene vom Cannabiskonsum möglichst fernhalten. Die Drogen- und Suchtpolitik ziele darauf ab, den Einstieg hinauszuzögern, junge Konsumenten
Regierung will Jugendliche vom Cannabiskonsum fernhalten
3. Juni 2019
Münster – Der 122. Deutsche Ärztetag hat die Bundesregierung aufgefordert, ein Forschungsprogramm zum medizinischen Nutzen von Cannabisarzneimitteln und -blüten aufzulegen. Seit März 2017 dürfen Ärzte
Medizinischer Nutzen von Cannabis sollte wissenschaftlich belegt werden
22. Mai 2019
Köln – Es fehlen aussagekräftige Studien dazu, ob Patienten mit einem Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) von einer allogenen Stammzelltransplantation profitieren. Das Institut für Qualität und
Nutzen der allogenen Stammzelltransplantation bei Non-Hodgkin-Lymphom unklar
21. Mai 2019
Berlin – Jedes vierte neu auf den Markt gekommene Arzneimittel kostete im vergangenen Jahr mehr als 100.000 Euro pro Jahr und Patient. Damit hat sich der Anteil der hochpreisigen Medikamente in den
Neue Arzneimittel werden immer teurer
20. Mai 2019
Bonn – Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat im Vergabeverfahren für den Anbau von Cannabis zu medizinischen Zwecken die noch offenen vier Lose vergeben. Der Zuschlag für
Verbliebene Zuschläge für Anbau von medizinischem Cannabis erteilt
16. Mai 2019
Köln – Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) kommt bei der Bewertung der Wirkstoffkombination Nivolumab mit Ipilimumab für Patienten mit Nierenzellkarzinom zu
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER