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Medizin

Kaiserschnitt in Afrika „erhebliches Risiko“

Montag, 18. März 2019

/dpa

Kapstadt/London – In Afrika ist das Risiko für Frauen, nach einem Kaiserschnitt zu sterben, etwa 50-mal so hoch wie in Industriestaaten. Das berichtet The Lancet Global Health (April) unter Berufung auf eine neue Studie. Diese hohe Sterberate bestehe trotz breitem Zugang zu öffentlichen Krankenhäusern.

Die Studie untersuchte laut dem Bericht (The Lancet Global Health 2019; doi: 10.1016/S2214-109X(19)30054-3) knapp 3.800 Afrikanerinnen aus 22 Nationen, die sich 2016 einem Kaiserschnitt unterzogen. Davon seien mehr als 20 werdende Mütter verstorben, was 5,43 Todesfällen je 1.000 Operationen entspreche. Die meisten Toten führt die Studie auf Blutungen vor und während des Eingriffs sowie auf Komplikationen bei der Anästhesie zurück.

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Dem Lancet zufolge könnte die tatsächliche Sterberate in Afrika allerdings noch viel höher sein. Das liege daran, dass die Studie überwiegend in Lehrkrankenhäusern durch­geführt wurde, die als vergleichsweise gut ausgestattet gelten. Die meisten Frauen in Afrika suchten für Geburten jedoch Bezirkskliniken auf, die „im Regelfall mit weniger Ressourcen“ auskommen müssten.

Die Studie zeige einen „dringenden Bedarf“ an einer besseren Anästhesie auf, da falsch verabreichte Narkosemitteln für zehn Prozent der Toten verantwortlichen seien, so der Bericht. Diese Todesursache sei „fast immer vermeidbar“, urteilt die Zeitschrift. Des Weiteren bräuchten Afrikas Entwicklungs- und Schwellenländer besser ausgestattete Blutbanken, um das Leben von Mutter und Kind zu retten. © kna/aerzteblatt.de

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