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Politik

VKA will im Tarifstreit mit dem Marburger Bund kein neues Angebot vorlegen

Montag, 18. März 2019

/Gorodenkoff, stockadobecom

Berlin – Die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) will im Tarifstreit mit dem Marburger Bund (MB) für die rund 55.000 Mediziner in den mehr als 500 kommu­nalen Kran­kenhäusern kein neues Angebot vorlegen. „Solange über unser Angebot nicht gesprochen wurde, sehen wir keine Veranlassung für ein neues Angebot“, sagte VKA-Hauptgeschäftsführer heute dem Deutschen Ärzteblatt (DÄ).

Vorgestern hatte die Große Tarifkommission des MB die laufenden Tarifverhandlun­gen für gescheitert erklärt. Gleichzeitig hatte diese das bestehende Ange­bot der Arbeitge­ber als nicht akzeptabel zurückgewiesen. Die Ärztegewerkschaft bereitet sich nun auf den Arbeits­kampf vor.

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Der VKA betonte heute, man sei überrascht vom Abbruch der Verhandlungen. „Wir sind davon ausgegangen, dass nach Beratung in den Gremien die Tarifverhandlungen fortge­setzt werden. Dazu stehen wir bereit“, sagte Klapproth dem . Aus Sicht des VKA waren die Gespräche gut, daher habe man „kein Verständnis für die jähe Wendung“. VKA-Ver­handlungsführer Dirk Tenzer erklärte, man hätte sich „in zahlreichen Punkten“ bereits annähern können.

Energisch zurückgewiesen hat der VKA die Behauptung des MB, dass man die rechtliche Sicherheit des Ärztetarifver­trages infrage stelle. Für die VKA bestehe Klarheit darüber, dass beide Seiten im Grunde genommen dasselbe Ziel verfolgen. „Nun müssen sich Gewerkschaft und Arbeitgeber darüber einigen, wie der Weg dorthin zu gestalten ist“, sagte Tenzer. Schon im Interesse einer optimalen Patientenbetreuung hätten die Krankenhäuser „keinerlei Interesse daran, den Betriebsfrieden zu gefährden“.

Am vergan­genen Mittwoch war die dritte Verhandlungsrunde zwischen MB und VKA ergebnislos zu Ende gegangen. Der MB fordert fünf Prozent mehr Gehalt bei einer einjährigen Vertragslaufzeit sowie eine Entlastung der Mediziner. Die Gewerk­schaft will unter anderem eine exakte Erfassung der Arbeitszeit und die Ein­füh­rung von Höchst­grenzen für Bereitschaftsdienste und vor allem Nachtdienste erreichen.

Die VKA bieten nach eigenen Angaben 5,4 Prozent mehr Gehalt für die Ärzte, das in zwei Stufen jeweils Mitte 2019 und 2020 erhöht werden soll. Zudem solle es Verbesserungen bei der Wochenendarbeit und Entlastung bei Bereitschaftsdiensten geben. Nach Angaben der Gewerkschaft würde das Angebot der Arbeitgeber bei einer Gesamt­laufzeit von zwei­einhalb Jahren lediglich 1,4 Prozent Gehaltserhöhung für 2019 und 0,83 Prozent für 2020 bringen. © may/aerzteblatt.de

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Avatar #747325
doc.strauss
am Montag, 18. März 2019, 18:37

Völlig überaschend?

Da redet sich der VKA die Sache ja recht schön.
Wochenende ist erst ab Samstag 12:00 Uhr, Zeiterfassungen dürfen nachgebessert werden, die Bestätigung des MB als Ansprechpartner in Arztfragen wird abgelehnt (Tarifeinheitsgesetz!), 1,84% und 0,83% Erhöhung. Erstens ist das lächerlich und zweitens wurde der Vorschlag des VKA (trotz seiner Lächerlichkeit) diskutiert.
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