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Bayerische Kinder gesünder als im Bundesschnitt

Mittwoch, 20. März 2019

/cz, stockadobecom

München – Die Kinder und Jugendlichen in Bayern sind gesünder als ihre Altersgenossen im Bundesdurchschnitt. Zwar dominieren die gleichen Erkrankungen wie auf Bundes­ebene. „Aber der Anteil der betroffenen Jungen und Mädchen ist vielfach geringer“, erläu­terte die DAK-Gesundheit.

So haben die Kinder in Bayern seltener Infektionen und Atemwegs­erkrankungen. Auch Fettleibigkeit kommt deutlich seltener vor als im Bundesschnitt. Jedoch gibt es im Freistaat signifikant mehr Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und einer Brille.

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Auffällig sind auch die Unterschiede zwischen Stadt und Land: Stadtkinder leiden öfter unter Karies, Viruserkrankungen und krankhaftem Übergewicht. Doch auch das Landleben hat seine Nachteile: Dort gibt es mehr Fälle von akuter Bronchitis und Allergien.

Die Kinder im ländlichen Raum bekommen auch mehr Medikamente verschrieben, darun­ter Antibiotika. Insgesamt erhielten der Studie zufolge im Jahr 2016 rund 28 Prozent aller Kinder ein Antibiotikum; knapp die Hälfte davon ein Reserveantibiotikum, das möglichst selten zur Anwendung kommen sollte.

Aus den Daten geht darüber hinaus hervor, dass 90 Prozent aller Kinder und Jugendlichen mindestens einmal im Jahr beim Arzt oder in einem Krankenhaus waren. Bei mehr als der Hälfte waren Atemwegserkrankungen der Anlass, gefolgt von Infektions- und Augener­krankungen. Bereits an vierter Stelle standen psychische Probleme.

Wie im Bundesdurchschnitt leidet jedes vierte Kind im Freistaat an einer chronischen Erkrankung. Am häufigsten ist dies Neurodermitis, gefolgt von Heuschnupfen, Asthma und Entzündungen des Magen-Darm-Traktes. Zudem haben neun Prozent aller Kinder und Jugendlichen eine psychische Erkrankung, die potenziell chronisch verläuft. Jungen sind jeweils häufiger betroffen als Mädchen.

Der Einfluss des Bildungsgrades der Eltern ist bei einigen Erkrankungen gravierend: So haben Kinder, deren Eltern keinen Schulabschluss haben, eine um 278 Prozent größere Wahrscheinlichkeit für Zahnkaries als Kinder, deren Eltern einen hohen Bildungsab­schluss haben. Bei Fettleibigkeit ist der Unterschied fast ebenso hoch. Selbst bei Allergien und Asthma lässt sich noch ein relevanter Unterschied nachweisen.

Für den Kinder- und Jugendreport, der gestern veröffentlicht wurde, hat die DAK Ver­sichertendaten von knapp 84.000 bayerischen Versicherten im Alter von 0 bis 17 Jahren ausgewertet. © dpa/aerzteblatt.de

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