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Ärzteschaft

Mehr als 1.000 Entlastende Versorgungs­assistenten in Westfalen-Lippe

Dienstag, 19. März 2019

/Gerhard Seybert, stock.adobe.com

Dortmund – In den vergangenen zehn Jahren haben sich mehr als 1.000 Medizinische Fachangestellte, Arzthelferinnen und Krankenpfleger in Westfalen-Lippe zur Entlasten­den Versorgungsassistentin (EVA) fortgebildet und ein entsprechendes Zertifikat erwor­ben. Darauf hat die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) anlässlich des ersten Westfälischen EVA-Tages hingewiesen.

Die Fachkräfte entlasten Ärzte in der ambulanten Praxis, indem sie delegierbare medizi­nische Leistungen übernehmen. „Mit der Ausbildung zur EVA geben wir den Mitarbeitern in Arztpraxen eine Chance zur weiteren beruflichen Qualifikation“, betonte Klaus Rein­hardt, Vizepräsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, auf dem Treffen.

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Wolfgang-Axel Dryden, Vorstandsmitglied der KVWL, sieht die Fortbildung zur EVA in Zeiten des Hausärztemangels als Chance für die Versorgung der Patienten: „Demografi­scher Wandel und eine steigende Lebenserwartung bringen das Erfordernis mit sich, die ärztliche Kompetenz am Patienten zielgerichteter einzusetzen“, sagte er.

Die Ärztekammern Westfalen-Lippe und Nordrhein haben die Spezialisierungsqualifika­tion „Entlastende Versorgungsassistentin“ (EVA) gemeinsam eingeführt. Das Curriculum über Inhalt und Umfang der Fortbildung haben die Kammern in Kooperation mit der KVWL und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein erarbeitet.

Das Konzept basiert im Wesentlichen auf Inhalten von Fortbildungscurricula der Bundes­ärzte­kammer für Medizinische Fachangestellte und sieht eine Qualifizierung in einem breit gefächerten Aufgabenbereich vor.

Wer sich zur EVA fortbilden möchte, muss neben einem Berufsabschluss über mindestens drei Jahre Praxiserfahrung in einer Hausarztpraxis verfügen. Je nach Vorqualifikation umfasst die Fortbildung zur EVA laut der KV Westfalen-Lippe mehr als 270 Stunden.

© hil/aerzteblatt.de

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