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7.055 Menschen spendeten Stammzellen

Dienstag, 19. März 2019

Apheresemaschine zur Filterung vom Blutstammzellen /dpa

Ulm – Im vergangenen Jahr haben 7.055 Bundesbürger Stammzellen für Menschen gespendet, die an Leukämie oder einer anderen Krankheit des blutbildenden Systems erkrankt waren. Darauf hat das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) in Ulm heute hingewiesen. 5.091 Zellspenden gingen laut dem Register ins Ausland.

„Das ZKRD in Ulm bearbeitete im vergangenen Jahr rund 33.000 Anfragen aus dem In- und Ausland. Um den am besten geeigneten Spender für jeden Patienten zu finden, vergleicht unser Programm täglich die HLA-Merkmale der Patienten mit denen der in Deutschland und weltweit gemeldeten Spender“, sagte ZKRD-Geschäftsführer Carlheinz Müller.

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In Deutschland sind derzeit rund zehn Prozent der Einwohner im Zentralregister erfasst, das sind mehr als 8,4 Millionen potenzielle Spender. Im Vergleich zu anderen europäi­schen Ländern ist diese Hilfsbereitschaft laut ZKRD beachtlich: Rund 2,4 Prozent der Einwohner Großbritanniens und 0,5 Prozent der Franzosen seien derzeit registriert. 

26 Spenderdateien in Deutschland werben, registrieren und typisieren neue Spender und melden diese in anonymisierter Form an das Zentralregister. Damit ist das ZKRD nach eigenen Angaben das größte Register dieser Art in Europa und – nach den USA – das zweitgrößte weltweit.

Im vergangenen Jahr haben sich laut dem Register 698.126 Menschen bei einer der 26 deutschen Spenderdateien neu registrieren lassen. Bei einem Match – der Überein­stimmung der HLA-Merkmale von Spender und Patient –  können dem Spender die Blutstammzellen entnommen werden.

Dies ist nur noch selten mit einer Operation verbunden: Bei rund 83 Prozent – oder 5.847 – der Spender wurden die lebensrettenden Zellen mittels der peripheren Stammzell­spende aus dem Blut herausgefiltert. Bei 1.208 Entnahmen wurden die Stammzellen aus dem Knochenmark des Beckenknochens gewonnen. Der Patient erhält die Spende nach einer entsprechenden Vorbehandlung in Form einer Infusion.

© hil/aerzteblatt.de

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