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Ärzteschaft

Medizinische Fachangestellte bekommen mehr Gehalt

Dienstag, 19. März 2019

ISOK-photography, stock.adobe.com

Berlin – Die Medizinischen Fachangestellten (MFA) erhalten eine Gehaltssteigerung. Darauf haben sich die Tarifpartner der niedergelassenen Ärzte und der Medizi­nischen Fachangestellten in der zweiten Tarifrunde verständigt.

Demnach erhalten die MFA in der Tätigkeitsgruppe I zum 1. April 2019 2,5 Prozent mehr Gehalt und zum 1. April 2020 weitere 2,0 Prozent.

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In der ersten Tätigkeitsgruppe beginnen die Tarifgehälter in den ersten drei Berufsjahren ab dem 1. April 2019 damit bei 1.931,56 Euro und ab dem 1. April 2020 bei 1.970,19 Euro.

Bei entsprechenden Weiterbildungen kommen die im Tarifvertrag vereinbarten Zuschläge von 7,5 Prozent in Tätigkeitsgruppe II bis 50 Prozent in Tätigkeitsgruppe VI hinzu. Außer­dem erhöhen sich die Gehälter mit den Berufsjahren.

Die Ausbildungsvergütungen werden zum 1. April 2019 in allen drei Ausbildungsjahren um 60 Euro brutto monatlich erhöht. Das bedeutet einen Anstieg im ersten Ausbildungs­jahr von derzeit 805 Euro auf 865 Euro, im zweiten Ausbildungsjahr von 850 Euro auf 910 Euro und im dritten Ausbildungsjahr von 900 Euro auf 960 Euro.

Der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite, Erik Bodendieck, wertet den Tarifabschluss als eine angemessene Umsetzung der erwarteten Zuwächse beim ärztlichen Honorar­volumen für 2019.  Carmen Gandila, Vizepräsidentin des Verbandes medizinischer Fachberufe, bezeichnete die Vereinbarung als „guten Kompromiss“.

Der Gehaltstarifvertrag hat eine Laufzeit vom 1. April 2019 bis zum 31. Dezember 2020. © may/EB/aerzteblatt.de

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Avatar #88767
fjmvw
am Donnerstag, 21. März 2019, 08:27

1,7% bekommen die Ärzte - 2,5% ihre Angestellten

Da das schon seit einigen Jahren so verläuft, die Lohnsteigerungen liegen deutlich über den Honorarsteigerungen, sinken die Überschüsse der Praxen. Der Betrieb Arztpraxis wird damit immer unattraktiver. Wenn das Angebot immer unattraktiver wird, bleiben die Nachfrager zunehmend aus.

Das Ende davon heißt in der Presse als Ärztemangel. Statt die Ursache dafür zu beseitigen, also die völlig unzureichende durch eine angemessene Honorierung zu ersetzen, schlägt die Politik via TSVG auf die Ärzte ein. Mehr arbeiten, 5h offene Sprechstunde anbieten, Terminvergabe über die TSS, Überwachung der Praxen mittels TI ....

Es wäre so einfach, den Ärztemangel zu beheben. Aber dazu müsste man eingestehen, jahrelang falsche Entscheidungen getroffen zu haben. Dazu hat offensichtlich niemand den Mut. Und der Leidensdruck in Sachen Ärztemangel ist immer noch nicht hoch genug.
Avatar #89716
kleinhil
am Mittwoch, 20. März 2019, 16:14

Azubis

Ausbilden lohnt sich damit noch weniger, 865 Euro für 3 Tage Arbeit in der Praxis. Wir brauchen Arzthelfer - inen, aber sollte es da nicht eine klaren Leistungsbezug geben? Im ersten Jahr investiert man doch erheblich Zeit in die Ausbildung um später eine Entlastung zu bekommen. Folge wird sein, dass weniger ausgebildet wird und die Schlacht um fertige MFA umso härter wird.
Ich denke eine Umlage für ausbildende Betriebe gezahlt von nicht Ausbildern wäre eine Lösung um die Ausbildung für Betriebe interesanter zu machen. So machen es scheinbar die Schornsteinfeger, die das selbe Problem haben.
LNS

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