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Ausland

Mosambik ruft Notstand wegen Überschwemmungen aus

Mittwoch, 20. März 2019

Beira, Mosambik /dpa

Beira – Wegen verheerender Überschwemmungen im Zentrum des Landes nach dem schweren Tropensturm „Idai“ hat Mosambiks Regierung den Notstand erklärt. In der Stadt mit rund 500.000 Einwohnern gibt es auch knapp eine Woche nach dem Eintreffen des Sturms keinen Strom, weite Teile von Stadt und Umland sind überflutet. Präsident Filipe Nyusi hatte vorgestern gewarnt, es könnte mindestens 1.000 Todesopfer geben.

Der Zyklon „Idai“ mit der Stärke vier von fünf war in der Nacht zum vergangenen Freitag mit Windböen von bis zu 160 Kilometern pro Stunde vom Indischen Ozean bei Beira auf Land getroffen. Es folgten Sturmfluten und massive Überschwemmungen. Im Hinterland von Beira steigen die Flusspegel wegen anhaltenden Regens weiter an.

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Bereits vorgestern erklärte ein UN-Sprecher, zwei große Flüsse hätten wegen der Fluten „kilometerlange Binnenmeere“ gebildet. Die Vereinten Nationen (UN) sprechen inzwi­schen von einer „massiven Katastrophe“. Das Rote Kreuz teilte mit, rund 400.000 Men­schen könnten zeitweise obdachlos sein.

Der Chef des Roten Kreuzes warnte heute vor einer Zuspitzung der Lage. Die groß­flächigen Überschwemmungen im Zentrum des Landes im südlichen Afrika werden sich weiter verschlimmern, sagte der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes, Christian Reuter. „Es gibt also keine Entwarnung. Im Gegenteil: Wir befürchten eine Verschlech­terung der Lage“, so Reuter.

Es gebe nun auch eine „große“ Gefahr, dass Durchfallerkrankungen wie Cholera ausbrä­chen. Um das zu vermeiden, müsse dringend die Versorgung mit Trinkwasser wiederher­gestellt werden. „Aus deutscher oder europäischer Perspektive wird das als Selbstver­ständlichkeit angesehen, aber der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist das Allerwich­tigste“, sagte Reuter. Zudem müsste schnell wieder eine grundlegende Hygiene und elementare medizinische Betreuung für die Menschen gewährleistet werden. © dpa/aerzteblatt.de

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