NewsAuslandSchweizer Nationalrat gegen Legalisierung der Eizellspende
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Schweizer Nationalrat gegen Legalisierung der Eizellspende

Donnerstag, 21. März 2019

/sola_sola, stockadobecom

Bern – Die Große Kammer des Schweizer Parlaments hat einen Vorstoß zur Legalisierung der Eizellspende zurückgewiesen. Der Nationalrat lehnte vorgestern einen Antrag der Zürcher Abgeordneten Rosmarie Quadranti von der Bürgerlich-Demokratischen Partei (BDP) ab, die das Verbot aufheben wollte.

Der Entscheid fiel mit 108 zu 62 Stimmen bei neun Enthaltungen. Quadranti begründete ihren Vorstoß damit, dass die Samenspende zugelassen sei; die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen sollte aufgehoben werden.

Anzeige

Ge­sund­heits­mi­nis­ter Alain Berset erklärte, für die Regierung sei es noch zu früh, um gesetzgeberisch tätig zu werden. Zuerst müssten die Folgen der Gesetzesänderungen im Bereich der Fortpflanzungsmedizin abgewartet werden. Diese seien noch nicht einmal in Kraft.

2015 hatten sich die Schweizer für die grundsätzliche Zulassung der Präimplantations­diagnostik (PID) und damit für Gentests an Embryonen ausgesprochen. 2016 sagten die Bürger Ja zum revidierten Fortpflanzungsmedizingesetz, das die Anwendung der PID regelt.

In Deutschland gibt es derzeit Forderungen, Eizellspende und nichtkommerzielle Leihmutterschaft zu erlauben. © kna/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

6. Mai 2020
Bern – Die Schweizer Corona-Warn-App verzögert sich. Das Parlament hat gestern Abend beschlossen, dass erst eine gesetzliche Grundlage geschaffen werden muss. Die App für das Handy soll helfen,
Schweizer Corona-Warn-App verzögert sich
24. April 2020
Berlin – Der Richtlinienentwurf des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) enthält nach wie vor den Vorschlag, dass Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die an Krebs erkrankt sind, von einer
G-BA-Richtlinie zur Kryokonservierung sieht weiterhin Altersgrenzen vor
19. Februar 2020
Paris – Eine In-vitro-Maturation ermöglicht die Verwendung von unreifen Eizellen, die dem Ovar ohne vorherige Hormonbehandlung entnommen werden. In Frankreich wurde das Verfahren weltweit erstmals
Weltpremiere: Krebspatientin wird 5 Jahre nach In-vitro-Maturation Mutter
17. Februar 2020
Düsseldorf – Die Beihilfe muss für die künstliche Befruchtung einer Lehrerin nicht zahlen, wenn ihr Ehemann älter als 50 Jahre ist. Das hat das Düsseldorfer Verwaltungsgericht heute entschieden (Az.:
Künstliche Befruchtung: Beihilfe muss bei Vater über 50 nicht zahlen
7. Februar 2020
Genf – Auch schwerkranke Häftlinge sollten nach Auffassung der für den Strafvollzug in der Schweiz zuständigen Behörden Sterbehilfe bekommen. Die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren
Sterbehilferegeln sollen in der Schweiz auch in Gefängnissen gelten
3. Februar 2020
Berlin – CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich zurückhaltend gegenüber Forderungen gezeigt, Eizellenspenden zu legalisieren. „Das ist wie bei allen Themen rund um den Schutz des Lebens für
Kramp-Karrenbauer zögert bei Legalisierung von Eizellspenden
31. Januar 2020
Berlin – Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren, die an Krebs erkrankt sind, droht der Ausschluss einer Kryokonservierung zulasten der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV). Das geht aus einem
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER