NewsVermischtesHilfsorganisation fordert effektiveren Kampf gegen Tuberkulose
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Hilfsorganisation fordert effektiveren Kampf gegen Tuberkulose

Donnerstag, 21. März 2019

Tuberkulose-Erreger Mycobacterium tuberculosis /dpa

Würzburg – Die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) hat anlässlich des Welt­tuberkulosetags am 24. März zu mehr politischem und finanziellem Engagement gegen die Krankheit aufgerufen. Bisher sei kein Ende der weltweiten Epidemie in Sicht, sagte DAHW-Geschäftsführer Burkard Kömm gestern in Würzburg.

Auch 2017 sei die Infektionskrankheit eine der zehn häufigsten Todesursachen weltweit gewesen. Insgesamt starben der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) zufolge etwa 1,6 Millionen Menschen an Tuberkulose, rund zehn Millionen infizierten sich neu, darunter eine Million Kinder.

Anzeige

Kömm verwies auf das Ziel der Vereinten Nationen, die globale Krise bis zum Jahr 2030 zu beenden. Die WHO wolle dies mit ihrer „End TB-Strategie bis 2035 schaffen. Es bestehe Einigkeit, dass der Kampf gegen die Krankheit auch einer gegen Armut, Hunger und Arbeitslosigkeit sowie einer für Gerechtigkeit, Gesundheit und Bildung sei.

Entscheidend für die Heilung sei ein uneingeschränkter Zugang zu medizinischer Versor­gung. Dies gestalte sich aber gerade in entlegenen Dörfern, Slums, Flüchtlingscamps oder auch Gefängnissen als äußerst schwierig, so der DAHW-Geschäftsführer.

Ein wesentlicher Schwerpunkt sei es daher, die Länder dabei zu unterstützen, Lücken in den nationalen Gesundheitssystemen zu schließen. Außerdem brauche es bezahlbare Medika­mente gegen die multiresistente Form der Tuberkulose, bei der die standardisierte Antibiotikatherapie nicht mehr helfe.

Probleme bereiteten auch schwerste Nebenwirkungen bei manchen Medikamenten, erklärte Kömm. Doch nur fünf Prozent der Patienten mit der multiresistenten Variante der Krankheit hätten Zugang zu verträglicheren und effektiveren Arzneimitteln. © kna/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

10. April 2019
Würzburg – Ein Netzwerk gegen tropische Armutserkrankungen wollen Organisationen aus Wissenschaft, Kirche, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in Würzburg aufbauen. „Unser Ziel ist es, Würzburg im
Netzwerk zur Erforschung und Bekämpfung tropischer Armutserkrankungen gegründet
22. März 2019
Hannover – Die Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) hat im Kampf gegen Tuberkulose mehr Personal für Gesundheitsämter gefordert. Die hohen Erkrankungsraten müssten nicht der Fall sein – angesichts der zur
Tuberkulose: Gesundheitsämter brauchen mehr Personal
19. März 2019
Stockholm und Berlin – 2017 wurde in Europa bei schätzungsweise 275.000 Menschen eine Tuberkulose diagnostiziert, davon exakt 55.337-mal im Europäischen Wirtschaftsraum (EU/EAA) und 5.486-mal in
Welttuberkulosetag: Situationsberichte aus Europa und Deutschland
15. März 2019
Berlin – Die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) will Tuberkulose bis 2050 eliminieren. Der Rückgang der Tuberkuloseerkrankungen in Deutschland reicht jedoch nicht aus, um dieses Ziel zu erreichen.
Eliminierung der Tuberkulose in Gefahr
15. März 2019
Cambridge/Massachusetts – Ein Spiraldraht, auf dem die Pillen wie auf einer Perlenkette aneinandergereiht sind, könnte nach Einschätzung von US-Bioingenieuren Tuberkulosepatienten die lästige tägliche
Tuberkulose: Spiraldraht im Magen setzt Medikamente über einen Monat frei
14. März 2019
Leipzig – Das Risiko einer Erkrankung an Tuberkulose ist in Deutschlands Städten höher als auf dem Land. In Ballungsräumen sei die Gefahr, sich mit der Krankheit zu infizieren, 1,7-mal höher, teilte
Tuberkuloserisiko in deutschen Städten höher als auf dem Land
21. Januar 2019
Würzburg – Die Tuberkulose-Erkrankung eines Mitarbeiters des Würzburger Universitätsklinikums war ein Einzelfall. Wie die Klinik und das Landratsamt Würzburg heute mitteilten, wurden keine Patienten
LNS
NEWSLETTER