NewsVermischtesMerck schließt betriebsbedingte Kündigungen bis 2025 aus
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Merck schließt betriebsbedingte Kündigungen bis 2025 aus

Mittwoch, 20. März 2019

/dpa

Darmstadt – Der Pharma- und Chemiekonzern Merck schließt betriebsbedingte Kündi­gungen in seiner Zentrale bis Ende 2025 aus. Firmenleitung und Gesamtbetriebsrat hätten eine Standortvereinbarung getroffen und die bestehende Beschäftigungsgarantie verlängert, sagte Kai Beckmann, Mitglied der Geschäftsleitung.

Sie gelte für rund 11.000 Mitarbeiter in Darmstadt, Weiterstadt und Gernsheim. Auch Zusagen zur Weiterbildung seien gemacht worden. Bisher hatte der Dax-Konzern versi­chert, bis Ende 2021 ohne betriebsbedingte Kündigungen am Hauptsitz auszukommen.

Anzeige

Zudem investiere die Merck KGaA in Darmstadt eine Milliarde Euro bis 2025, sagte Beckmann, der die Sparte Spezialchemie leitet. „Die Summe ist ein starkes Signal für unsere Verbundenheit mit dem Standort, da Merck vor allem im Ausland wächst und in Deutschland nur knapp sieben Prozent der Umsätze erzielt.“ Schon 2015 hatte Merck Investitionen von einer Milliarde Euro in die Zentrale bekanntgegeben.

Die Merck KGaA hatte zuletzt mehrfach verkündet, Hunderte Stellen ins kostengünstigere Ausland zu verlagern. Erst im Januar teilte der Konzern mit, zentrale Dienste für Personal, IT, Einkauf und Finanzen zu bündeln. Rund 250 Stellen werden von Darmstadt in Service­zentren in Breslau (Polen), Manila (Philippinen), Montevideo (Uruguay) und Bangalore (Indien) verlegt. Zudem baut Merck 400 Stellen in der Spezialchemiesparte am Hauptsitz ab, die unter Preisdruck bei Flüssigkristallen etwa für Smartphonedisplays leidet. Die Mitarbeiter sollen auf andere Stellen im Konzern wechseln.

Mit der neuen Vereinbarung werde die Zukunftsfähigkeit des Standorts gestärkt, sagte der Betriebsratsvorsitzende Michael Fletterich. „Der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen gibt Mitarbeitern Sicherheit bei der Weiterbildung oder Qualifizierung für andere Profile am Standort“. Die Regelung gelte aber nicht für Merck-Tochterfirmen.

Der Konzern führt laut Manager Beckmann zudem Gespräche über eine neue Fabrik für Membranen in Darmstadt, die etwa in Filtern für biopharmazeutische Produkte zum Einsatz kommen. Auch ein neues Aus- und Weiterbildungszentrum soll in der Zentrale entstehen. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

3. Juni 2020
Berlin – Der Pharmamarkt in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr positiv entwickelt. Das geht aus der jährlichen Broschüre über den Arzneimittelmarkt in Deutschland hervor, die der Bundesverband
Pharmamarkt im Aufwind
29. Mai 2020
Darmstadt − Auf der virtuellen Haupt­ver­samm­lung des Chemie- und Pharmakonzerns Merck haben die Aktionäre dem Management mit großer Mehrheit das Vertrauen ausgesprochen. Die Geschäftsleitung um
Merck: Management entlastet
27. Mai 2020
Gräfelfing/Frankfurt − Der Münchner Arzneimittelhersteller PharmaSGP plant seinen Börsengang in Frankfurt. Der Sprung aufs Parkett solle noch in diesem Jahr erfolgen, teilte der Anbieter von
Arzneimittelhersteller PharmaSGP plant Börsengang
20. Mai 2020
Paris − Nach Irritationen über einen möglichen künftigen Impfstoff gegen SARS-CoV-2 und eine mögliche Bevorzugung der USA hat Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron zwei Spitzenvertreter des
Streit um Impfstoff: Sanofi-Manager bei Macron
14. Mai 2020
Darmstadt – Der Pharma- und Chemiekonzern Merck hat der Coronakrise zum Jahresauftakt getrotzt, wird aber wegen der Pandemie vorsichtiger. Die Darmstädter konnten im ersten Quartal Umsatz und
Merck wächst, trübere Aussichten wegen Corona
14. Mai 2020
Paris – Im Wettlauf um einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 wird der Ton aggressiver. Frankreich reagierte heute empört auf Ankündigungen von Sanofi, zunächst den US-Markt mit
Frankreich über mögliche Bevorzugung der USA bei Sanofi-Impfstoff empört
2. Mai 2020
Genf – Ein wirksamer und sicherer Impfstoff gegen COVID-19 gilt als die entscheidende Waffe im Kampf gegen die Coronapandemie. Mit Hilfe einer internationalen Online-Geberkonferenz will die
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER