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Minimalinvasive Eingriffe auch bei Krebserkrankungen zunehmend eine Option

Donnerstag, 21. März 2019

/ Kadmy, stock.adobe.com

München – Minimalinvasive Operationen, die ohne einen oder mehrere große Schnitte auskommen, sind auch in der Krebschirurgie zunehmend eine sichere Option. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) hin.

„Eine minimalinvasive Operation ist für den Patienten weniger schmerzhaft, das Risiko von Wundinfektionen, Lungenentzündung und Narbenbrüchen ist geringer“, sagte DGCH-Präsident Matthias Anthuber. Je nach Art des Eingriffs könnten Patienten das Kranken­haus innerhalb weniger Tage verlassen und schneller ihre normalen Tätigkeiten wieder aufnehmen als Patienten, die sich von einer offenen Operation erholen müssten.

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Am häufigsten wird laut der Fachgesellschaft Darmkrebs minimalinvasiv operiert. Wäh­rend die Operation früher eine lange Wunde hinterließ, wird das vom Krebs befallene Darm-Ende heute über drei oder vier kleine Hau tschnitte mit Spezialinstrumenten entfernt.

Neben dem Dickdarm werden Krebsoperationen laut DGCH auch am Enddarm, am Magen, der Leber und an der Speiseröhre minimalinvasiv durchgeführt. Wichtig sei, dass ver­schie­dene Studien dabei keine Nachteile beim Langzeitüberleben beobachteten.

Die Fachgesellschaft weist darauf hin, dass die minimalinvasive Darmkrebschirurgie in Deutschland allerdings im Vergleich zu europäischen Nachbarländern immer noch deutlich seltener erfolgt (Nature 2018; doi: 10.1038/s41598-018-33510-y).

Laut DGCH entscheiden technische Expertise und die Erfahrung des Chirurgen über den Operationserfolg. „Die Grundlagen der minimalinvasiven Krebsoperationen weichen nicht vom Vorgehen bei einer offenen Operation ab“, betonte Anthuber.

„Die Tumore müssen als Ganzes und das dazu gehörende Lymphabstromgebiet vollstän­dig entfernt werden. Es darf kein Abweichen von chirurgischen Standards geben“, so der DGCH-Präsident. Jeder Chirurg sollte sich durch entsprechende Trainingskurse und Hospi­tationen in ausgewiesenen Kliniken die notwendige Expertise aneignen, um diese mini­malinvasiven Techniken fachkompetent und risikoarm anbieten zu können, empfahl er. © hil/aerzteblatt.de

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