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Politik

Mecklenburg-Vor­pommern bezuschusst PJ in der Allgemeinmedizin

Freitag, 22. März 2019

/dpa

Schwerin – Medizinstudierende in Mecklenburg-Vorpommern, die einen Teil ihres Prakti­schen Jahres (PJ) in einer niedergelassenen allgemeinmedizinischen Praxis absolvieren, er­halten zukünftig während dieser Zeit eine weitere finanzielle Unterstützung.

Findet das Praktikum in einer der beiden Universitätsstädte Rostock und Greifswald statt, gibt es 200 Euro. Hat der Hausarzt seine Praxis außerhalb dieser Städte, kann es insge­samt bis zu 1.000 Euro im Monat an finanzieller Unterstützung geben. Mit dem zusätzli­chen Geld sollen Fahrt- oder Übernachtungskos­ten abgefedert werden, erklärte Gesund­heitsminister Harry Glawe. Die Zuwendung gebe es für maximal 16 Wochen.

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„Die niedergelassenen allgemeinmedizinischen Ärzte sind der Grundpfeiler der ärztlichen Versorgung. Sie betreuen Patienten allen Alters mit einer großen Bandbreite an Erkran­kungen – eine vielseitige und herausfordernde Arbeit“, sagte Glawe. Um bei den Studie­renden für eine spätere Tätigkeit als Hausarzt zu werben und damit die Versorgung der Patienten im Land bestmöglich aufrecht zu erhalten, unterstütze man das Praktikum. So könnten künftige Ärzte ein realistisches Bild des Arbeitsalltages erhalten.

Hintergrund für die finanzielle Unterstützung ist der Arztmangel im ländlichen Raum. „Um bei den Studierenden für eine spätere Tätigkeit als Hausarzt zu werben und damit die Versorgung der Patienten im Land bestmöglich aufrecht zu erhalten, unterstützen wir das Praktikum“, sagte Glawe. Das Geld kommt den Angaben zufolge jeweils zur Hälfte vom Land und von der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern (KVMV). Vorgesehen seien insgesamt 100.000 Euro.

Außerdem gewährt das Land Stipendien von 300 Euro monatlich für Medizinstudierende, die sich verpflichten, nach ihrem Studium mindestens fünf Jahre in ländlichen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns zu arbeiten. Außerdem ist geplant, künftig bis zu zehn Prozent der Medizinstudienplätze in MV für junge Leute zu reservieren, die sich im Gegenzug verpflichten, später im Nordosten tätig zu werden.

Nach Angaben der KVMV gibt es in Mecklenburg-Vorpommern 1.170 Hausärzte (einschließlich hausärztlich tätiger Internisten), von denen 963 niedergelassen sind. Aufgrund der Altersstruktur wird voraussichtlich eine erhebliche Anzahl der Hausärzte in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen, so dass Fachkräftenachwuchs in den kommenden Jahren benötigt wird.

Die Antragstellung für die Förderung während des PJs erfolgt durch die Lehrpraxis vor Beginn des allgemeinmedizinischen Tertials. Nach Absolvierung des Tertials muss der KVMV das PJ-Zeugnis eingereicht werden, um die Auszahlung der Unterstützungszahlung auf das Konto des Studierenden zu veranlassen. © dpa/may/aerzteblatt.de

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