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Notfallmediziner wollen mehr Erste-Hilfe-Unter­richt an Schulen

Freitag, 22. März 2019

/benjaminnolte, stock.adobe.com

Koblenz – Notfallmediziner haben die flächendeckende Einführung von Erste-Hilfe-Unterricht an Schulen gefordert. „Wir müssen da beginnen, wo man die Menschen noch prägen kann, nämlich in der Schule", sagte Rolf Rossaint, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI), auf dem zurzeit stattfindenden Notfallmedizinkongress (DINK).

Rechne man alle Kosten für den Unterricht zusammen und teile diese durch die Anzahl der Menschen, die durch helfende Schüler wahrscheinlich gerettet werden könnten, komme man auf etwa 3.000 Euro pro Patient. Rossaint: „Verglichen mit anderen Versorgungskosten im Gesundheitswesen ist dies ein lächerlicher Betrag.“

Darüber hinaus machten die Notfallmediziner im Rahmen des DINK auf eine weitere Herausforderung aufmerksam. Täglich müssten rund 30.000 Rettungseinsätze in Deutschland bewältigt werden, Tendenz steigend. „Die hausärztliche Notfallversorgung ist praktisch zusammengebrochen“, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, Paul Grützner.

Andere Bereiche wie der Rettungsdienst oder die Notaufnahmen hätten die Folgen dieser Entwicklung zu tragen. Über Jahre und Jahrzehnte habe die Politik es versäumt, die Rahmenbedingungen an die sich rasant ändernden Verhältnisse anzupassen, beklagte auch Uwe Janssens, Präsident der Deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin. © hil/sb/aerzteblatt.de

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