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Ausland

Mehr als 1.000 Ebolafälle im Kongo

Montag, 25. März 2019

/dpa

Goma – Im Kongo sind mittlerweile 1.009 Menschen an dem gefährlichen Ebola-Virus erkrankt. 944 Fälle seien im Labor bestätigt worden, teilte das kongolesische Gesund­heitsministerium gestern am späten Abend mit.

„Hinter diesen Zahlen verbergen sich Hunderte kongolesische Familien, die direkt von dem Virus betroffen sind, sowie Hunderte Waisen“, sagte Minister Oly Ilunga Kalenga. Bislang sind demnach 629 Menschen an Ebola gestorben, davon wurden 564 Fälle im Labor bestätigt.

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Allerdings habe man es geschafft, die geografische Verbreitung von Ebola aufzuhalten, hieß es. Der Virus habe sich nicht über die zwei Provinzen Nord-Kivu und Ituri hinaus ausge­breitet. Das liege auch an Impfungen, die geholfen haben, mehr als 91.000 Men­schen zu schützen. Zudem überleben nun rund 60 Prozent der Menschen, die in ein Behandlungszentrum eingeliefert werden, wie Kalenga sagte.

Allerdings warnte die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO), dass das Risiko einer Ausbrei­tung weiterhin sehr hoch sei. Vor allem, wenn Vorfälle der Gewalt und Instabilität die Arbeit der Helfer beeinträchtigten, hieß es vorgestern. „Dieser Ausbruch dauert schon viel zu lange an“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Der aktuelle Ausbruch ist schwieriger einzudämmen als frühere Ausbrüche, da im Osten des Landes mehrere bewaffnete Gruppen aktiv sind und viele Orte daher für die Medi­zi­ner nicht zugänglich sind. Hinzu kommt, dass in der Bevölkerung viel Angst und Skepsis gegenüber der Krankheit, den Behörden und den Helfern herrscht. So verstecken zum Beispiel viele Familien Ebola-Erkrankte, anstatt sie in eine Klinik zu bringen.

„Nur wenn die Gemeinden sich den Kampf gegen Ebola zu eigen machen, kann die töd­lichste Ebola-Epidemie in der Geschichte unseres Landes beendet werden“, appellierte Kalenga an die Menschen. Die Gemeinden haben demnach eine kollektive und individu­elle Verantwortung, die Ausbreitung von Ebola aufzuhalten und ihre Mitglieder zu schützen.

Die Bevölkerung für den Kampf gegen Ebola zu gewinnen brauche Zeit, sagte Tedros. „Es gibt keine schnellen Lösungen.“ Allerdings würden die WHO-Mitarbeiter jeden Tag dazu­lernen und sich an die stets verändernden Umstände anpassen. Demnach sind Fort­schritte zu verzeichnen. So akzeptierten rund 90 Prozent der Menschen, die für eine Impfung in Frage kommen, diese auch.

Bei der bisher weltweit folgenschwersten Ebola-Epidemie, in Westafrika 2014/2015, kamen mehr als 11.000 Menschen ums Leben. © dpa/aerzteblatt.de

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