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Politik

Kosten für Beihilfe in Thüringen steigen

Dienstag, 26. März 2019

/dpa

Erfurt – Die medizinische Behandlung von Beamten wird für das Land Thüringen immer teurer. Die Kosten für Zuschüsse zur Arzt- und Krankenhausbehandlung (Beihilfe) beliefen sich im vergangenen Jahr auf rund 97,6 Millionen Euro, wie ein Sprecher des Finanz­minis­teriums sagte.

In diesem Jahr sind im Landeshaushalt dafür rund 100 Millionen Euro reserviert, für 2020 rechnet das Ministerium mit mehr als 120 Millionen Euro. Rund 30.000 Beamte sind im Landesdienst beschäftigt, darunter Polizisten, Lehrer und Mitarbeiter von Behörden.

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Bislang sind sie in der Regel privat versichert. Im Krankheitsfall erstattet ihnen das Land einen Teil der Behandlungskosten. Auch minderjährige Kinder von Beamten und Ruhe­ständler haben Anspruch auf die Beihilfe. 2018 gingen rund 134.500 Anträge auf Kosten­beteiligung bei medizinischen Leistungen beim Land ein.

Bei den Ausgaben schlage etwa die Wiederaufnahme der Verbeamtungen von Lehrern seit 2017 zu Buche, erläuterte der Ministeriumssprecher. Auch der höhere Altersdurch­schnitt von Beamten und die steigende Zahl Ruheständler, die ärztliche Behandlungen in Anspruch nehmen, spiele eine Rolle. Zudem wirke sich die allgemeine Kostenentwicklung im Gesundheitswesen auf die Beihilfeausgaben aus. Zum Vergleich: 2006 kam das Land noch mit weniger als 50 Millionen Euro für die Beihilfe aus.

Nach Plänen der Landesregierung will sich das Land vom kommenden Jahr an auch an den Kran­ken­ver­siche­rungskosten von Beamten, die Mitglied der gesetzlichen Krankenver­sicherung sind, beteiligen. Das Angebot soll für neu eingestellte Beamte und jene weni­gen Beamten gelten, die bereits jetzt gesetzlich krankenversichert sind. Das Thema beschäftigt den Landtag in dieser Woche. © dpa/aerzteblatt.de

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