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Medizin

Fossile Brennstoffe könnten in Deutschland 65 Prozent der vorzei­tigen Todesfälle verantworten

Mittwoch, 27. März 2019

Bergbau Landschaft/studali adobe.stock.com
Fossile Energieträger entstehen durch den Abbau von toten Pflanzen und Tieren. Hierzu gehören insbesondere Brennstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas/Schiefergas und Torf. /studali adobe.stock.com

Mainz – Jedes Jahr würden weltweit 5,5 Millionen Menschen weniger durch Luftverschmutzung vorzeitig sterben, wenn keine fossilen Brennstoffe mehr genutzt würden und auch die sonstigen Emissionen durch den Menschen – zum Beispiel in der Landwirtschaft – vermieden werden könnten. Zudem würde sich das globale Klima durch den ausbleibenden Kühlungseffekt der Aerosole aus diesen Verbrennungsprozessen durchschnittlich um 0,36 °C erwärmen. Zu diesem Ergebnis kommen Jos Lelieveld vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz und seine Co-Autoren in einer Studie, die in PNAS veröffentlicht wurde (2019; doi: 10.1073/pnas.1819989116).

Die Wissenschaftler berechneten, dass allein die Verbrennung von fossilen Brennstoffen durch die dadurch entstehenden Luftschadstoffe für 65 % der vorzeitigen Todesfälle verantwortlich ist. Allein in Deutschland könnten durch konsequente Emissionsreduktionen jedes Jahr 115.000 vorzeitige Todesfälle vermieden werden.

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Das gleiche Forscherteam hatte bereits 2015 eine Studie publiziert, in der sie zu dem Ergebnis kamen, dass etwa 3,3 Millionen Menschen vorzeitig an verschmutzer Luft (vor allem PM2.5) vorzeitig sterben – vor allem in Asien (Nature 2015). Erst kürzlich ermittelten sie erneut die regionale Belastung mit Schadstoffen wie Feinstaub und Ozon. Die neuen Berechnungen führten zu dem Ergebnis, dass weltweit jedes Jahr 8,8 Millionen Menschen vorzeitig an den Folgen von Luftverschmutzung sterben. Die Welt­gesund­heits­organi­sation spricht von etwa 7 Millionen vorzeitigen Todesfällen. Im Lancet ist die Rede von 9 Millionen vorzeitigen Todesfällen im Jahr 2015.

Luftverschmutzung verursacht jedes Jahr 800.000 vorzeitige Todesfälle in Europa

Mainz – Die Schäden der Luftverschmutzung auf die Gesundheit sind möglicherweise größer als bisher angenommen. Nach neuen Berechnungen im European Heart Journal (2019; doi: 10.1093/eurheartj/ehz135) sterben weltweit jedes Jahr 8,8 Millionen Menschen pro Jahr vorzeitig an den Folgen von Luftverschmutzung. Auf Europa entfallen knapp 800.000 vorzeitige Todesfälle, die die durchschnittliche

Wie viel früher „vorzeitig“ bedeutet ist dabei nicht definiert. Die MPI-Autoren nutzten für ihre Berechnungen die bisher aktuellste Dosis-Wirkungs-Kurve, die den mathematischen Zusammenhang zwischen Feinstaubbelastung und vorzeitiger Sterblichkeit darstellt, bestätigt Nino Künzli, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Lufthygiene in der Schweiz. Frühere Studien hätten die Folgen der Feinstaubbelastung aus großen Studien westlicher Länder hergeleitet. „Die neueste Herleitung konnte bereits die Dosis-Wirkungs-Kurven von mehr als 40 großen Kohortenstudien aus aller Welt und somit auch die gesamte globale Belastungsbreite angemessen integrieren“, erklärt Künzli. Diese methodische Korrektur zeige, dass die Folgen der Feinstaubbelastungen in bisherigen Studien eher unterschätzt wurden, ist der Vizedirektor des Schweizerischen Tropen und Public Health Institut Basel überzeugt.

Win-Win-Situation für Gesundheit und Klima

Die Mainzer Forscher konnten neben dem gesundheitlichen Vorteil auch die Auswirkung auf das Klima beziffern: Sie gehen davon aus, dass 70 % des Kühlungseffekts auf das Klima durch Aerosole der Nutzung fossiler Energiequellen zuzuordnen ist. Bei Vermeidung anthropogener Emissionen würde dieser Kühlungseffekt ausbleiben, dennoch aber ‚nur‘ zu einem durchschnittlichen globalen Temperaturanstieg von 0,36 °C führen, da gleichzeitig auch die Emissionen von Treibhausgasen massiv zurückgehen würden. Somit sehen die Autoren der Studie die Chance, dass bei einem Ausstieg aus der Verbrennung fossiler Energien bis zur Mitte des Jahrhunderts das 2-Grad-Ziel erreicht werden kann.

Länder-Ranking:
Vorzeitige Todesfälle durch Luftverschmutzung

  • China: 2.799.000 /Jahr (YLL: 61,9 x106/Jahr)
  • Indien: 1.853.000/Jahr
  • USA: 283.000/Jahr
  • Pakistan/Japan/Russland/Nigeria/Bangladesh /Indonesien/Sudan
  • Deutschland (Platz 11): 124.000/Jahr (YLL: 2,1 x106/Jahr)

Quelle: PNAS 2019, Tabelle 1

Zweifel an der Belastbarkeit der Ergebnisse äußert hingegen Thomas Leisner, Leiter des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT): „Dies liegt daran, dass Aerosole hinsichtlich ihrer Größenverteilung, Zusammensetzung sowie örtlichen und zeitlichen Verteilung viel variabler sind, als es in einem Klimamodell aufgelöst werden kann – bei einer Pixelgröße von etwa 100 Kilometern. Daher wird nur die über ein Pixel gemittelte Aerosolmasse (PM2.5) zur Beurteilung der Gesundheitsgefahr herangezogen, ohne dabei weitere Einflussgrößen zu berücksichtigen.“ Die im Manuskript angegebenen Konfidenzintervalle seien daher eher noch zu optimistisch, sagt Leisner. Er gesteht aber auch ein, dass die verwendeten Methoden „state of the art“ seien. „Besser kann man es dezeit kaum machen.“

Vorzeitige Todesfälle oder verlorene Lebensjahre?

Leisner plädiert zudem dafür statt vorzeitiger Todesfälle besser verlorene Lebensjahre (Years Life Lost, YLL) zu berechnen. „Wenn man die zusätzlichen Sterbefälle wörtlich nimmt, könnte man daraus ableiten, dass mangelnde Luftqualität für fast 14 % aller Todesfälle in Deutschland – 124.000 von etwa 900.000 pro Jahr – verantwortlich ist (siehe Kasten).“  Das erscheint dem Experten von der Universität Heidelberg zu hoch.

„Vor 20 Jahren lag die Feinstaubbelastung noch deutlich höher, entsprechend hätte die Luftqualität damals einen noch höheren Anteil an den Todesursachen gehabt“, erläutert Leisner. Realistischer sei die Annahme, dass der natürliche Tod durch die zusätzliche Gesundheitsbelastung im Durchschnitt früher eintrete, was den verlorenen Lebensjahren entsprechen würde.

© gie/aerzteblatt.de

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Avatar #715180
DrSchnitzler
am Montag, 8. April 2019, 15:14

Epidemiologie und Statistik verstehen ...

@siggih: »Menschen , die in Innenstädten leben, dazu gehören auch Kinder, Schwangere, Alte und Kranke, haben ein Anspruch auf gesunde Luft.«
Allgemein: richtig.
Die Allgemeinheit hat aber ebenso Anspruch auf "Schutz vor Scharlatanerie".

"Epidemiologen", die 16 Millionen Raucher nicht HERAUSRECHNEN (völlig unbenommen, was Köhler wie berechnet hat: die GRÖSSENORDNUNG stimmt, siehe "Cotinin-Spiegel"), handeln verantwortungslos.
Eine Epidemiologie, die TATSACHEN IGNORIERT, wie die zeitgleiche Abnahme von Umweltbelastung und das Ansteigen (!) von Lungenerkrankungen, muss sich die Frage nach der Plausibilität gefallen lassen.
Wer hat denn JEMALS bewiesen (bspw. durch Placebokontrolle!), dass eine GERINGE Menge "Feinstaub" nicht sogar – analog zur berühmten "Bauernhof-Studie", oder Hyposensibilisierung – sogar SCHÜTZEN könnte?
Warum nur ENDEN alle klinischen Versuche bei 500 µg/cbm?

Und: NEIN.

Epidemiologie ist KEINE GEHEIMWISSENSCHAFT.

Ernsthafte Fragen darf und muss JEDERMANN stellen dürfen. Polemik sagt nur etwas über denjenigen, der sie in den Mund nimmt.

Lelieveld (a.a.O): »Unabhängig davon, wissen wir, dass die Erkrankungen selbst bei niedrigen Feinstaubkonzentrationen auftreten können.«

BEI. Natürlich. Aber: WEGEN ??????

Woher nimmt er nur diese "Gewissheit"??? Oder ist das nicht doch etwa so etwas wie "vorsätzliche Irreführung"?

Weiters: »Die 790.000 Menschen, die unserer Studie nach in Europa vorzeitig sterben, verlieren demnach im Schnitt 17 Jahre.« ANDERNORTS ist die Rede von 8 STUNDEN (für 2014). Was denn nun?

Mit alldem ist NICHTS zu den Betrügereien der Autoindustrie gesagt; das ist in meinen Augen eine SCHANDE, gerade für Deutschland. Aber die Polemik gegen "SUV's" kann ich auch nicht mehr hören: ich bin in einem Alter, in dem man einen "höheren Einstieg" durchaus zu schätzen weiss, und der Wagen ist ansonsten völlig identisch mit dem Vorgänger. Das lasse ich mir doch nicht streitig machen!
Avatar #738182
siggih
am Montag, 8. April 2019, 13:46

Epidemiologie und Statistik verstehen die Wenigsten

Das ist anhand der Kommentare hier und in den sozialen Medien zu erkennen. Die Grenzwerte für Feinstaub und NO2 wurden vor 2 Jahrzehnten festgelegt, kaum jemand hatte dies beanstandet. Jetzt eskaliert die Diskussion, weil Besitzer alter Dieselfahrzeuge Fahrverbote an sehr stark befahrenen Straßen in Innenstädten mit Schluchtencharakter drohen. Statt den Autoherstellern und die Politikern Versäumnisse vorzuwerfen, werden Grenzwerte von tausenden wissenschaftliche Untersuchungen infrage gestellt. Prof. Köhler erschien als Messias, seine populistischen Äußerungen wurden schnell widerlegt und er verrechnete sich um den Faktor 1000 und scheiterte kläglich. Als vor 15 Jahren die ersten Luftreinhaltepläne aufgestellt wurden, ging man davon aus, dass sich das Problem durch die kontinuierliche Erneuerung der Fahrzeugflotte in einigen Jahren erledigt. Dass der Anteil der großmotorigen SUV`s so stark ansteigt, ebenso der LKW Verkehr hat niemand vorhergesehen. Die Politik hätte diese erkennen und gegensteuern müssen. Menschen , die in Innenstädten leben, dazu gehören auch Kinder, Schwangere, Alte und Kranke, haben ein Anspruch auf gesunde Luft. Hier noch ein interessantes Interview mit Prof. Leilevield. https://www.mpg.de/12827028/luftverschmutzung-feinstaub-interview-lelieveld
Avatar #738182
siggih
am Montag, 8. April 2019, 13:15

Epidemiologie und Statistik verstehen die Wenigsten

Das ist anhand der Kommentare hier und in den sozialen Medien zu erkennen. Die Grenzwerte für Feinstaub und NO2 wurden vor 2 Jahrzehnten festgelegt, kaum jemand hatte dies beanstandet. Jetzt eskaliert die Diskussion, weil Besitzer alter Dieselfahrzeuge Fahrverbote an sehr stark befahrenen Straßen in Innenstädten mit Schluchtencharakter drohen. Statt den Autoherstellern und die Politikern Versäumnisse vorzuwerfen, werden Grenzwerte von tausenden wissenschaftliche Untersuchungen infrage gestellt. Prof. Köhler erschien als Messias, seine populistischen Äußerungen wurden schnell widerlegt und er verrechnete sich um den Faktor 1000 und scheiterte kläglich. Als vor 15 Jahren die ersten Luftreinhaltepläne aufgestellt wurden, ging man davon aus, dass sich das Problem durch die kontinuierliche Erneuerung der Fahrzeugflotte in einigen Jahren erledigt. Dass der Anteil der großmotorigen SUV`s so stark ansteigt, ebenso der LKW Verkehr hat niemand vorhergesehen. Die Politik hätte diese erkennen und gegensteuern müssen. Menschen , die in Innenstädten leben, dazu gehören auch Kinder, Schwangere, Alte und Kranke, haben ein Anspruch auf gesunde Luft. Hier noch ein interessantes Interview mit Prof. Leilevield. https://www.mpg.de/12827028/luftverschmutzung-feinstaub-interview-lelieveld
Avatar #107994
Adolar
am Mittwoch, 27. März 2019, 23:02

Was wurde da "untersucht"???

Aha, 65 % Tote. % von was? Von Vorzeitig. Das weiß man zwar nicht, aber es sind absolut mind. 800.000.
Können aber auch 8.000 oder 8.000.000 sein, Gegenbeweis nicht möglich.
Was sind das für "Wissenschaftler", und vor allem, wer entblödet sich, solchen Unfug überhaupt zu verbreiten?
Avatar #550935
Dr. med. Armin Conradt
am Mittwoch, 27. März 2019, 18:50

Ökolobbyistische NROs

Es wird Zeit, die Gesamtfinanzierung der ökolobbyistischen Nichtregierungsorganisationen wie das IPCC oder MPIC oder Deutsche "Umwelthilfe" auf den Prüfstand zu stellen. Wenn diese Organisationen mit derart falschen, grotesken "Studien" Politik machen, anstatt wissenschaftlich zu arbeiten und objektiv zu informieren, dürfen sie nicht weiter mit unseren Steuern alimentiert werden.
Das IPCC z. B. beauftragt und nennt ausschließlich Studien zur "Klimaerwärmung", die im Jahr 1850 beginnen. Dem kältesten Jahr der kleinen Eiszeit. Ab da muss die Erdtemperatur massiv steigen. Fakt ist, dass unsere heutige Erdtemperatur der des Jahres 1000 n. Ch. entspricht.
Avatar #550935
Dr. med. Armin Conradt
am Mittwoch, 27. März 2019, 18:41

Absurde Argumentation

Einen Zusammenhang zwischen der Nutzung fossiler Brennstoffe und dem Versterben von Menschen herzustellen, ist vollkommen absurd. Keine Statistik ist in der Lage, die Lebensumstände von Individuen zu berücksichtigen. Wer raucht, wer hat Stress in seinem Leben, wer hat genetische Dispositionen zu Krankheiten, schlechte Ernährung usw.. usw.

"Wissenschaftler", die sich auf politischer Motivation derart weit zu unseriösen Aussagen versteigern, sollten nicht zitiert und erst recht nicht mit unseren Steuergeldern finanziert werden.
Avatar #715180
DrSchnitzler
am Mittwoch, 27. März 2019, 16:17

... ZUM NARREN GEHALTEN ...

Erneut (1) narrt uns das MPIC mit seinen unsäglichen Irreführungen.

WÄRE DAS WAHR, MÜSSEN Raucher tausendmal mehr betroffen sein, denn sie inhalieren genau in diesem Verhältnis MEHR "Schadstoffe" als Nichtraucher (also lebenslang "frische Luft").

DASS "fossile Brennstoffe" und Tabak quasi "ein und dasselbe" sind, ergibt sich nicht nur aus der Vernunft (Abbrandprodukte pflanzlichen Ursprungs, zB Öl, Holz, Tabak), sondern wurde mehrfach konkret GEMESSEN (2). DASS Raucher – im Ergebnis – mehrere Dimensionen mehr inhalieren, ist ebenso völlig eindeutig messbar (3).

DA MAN ALSO hier die "Raucher" ERNEUT nicht berücksichtigt ("bias"), ergibt sich – ZWINGEND – ein VÖLLIG FALSCHES BILD. GANZ IM GEGENTEIL wurde geschätzt, dass die "allgemeine" Feinstaubbelastung für 2014 IN WAHRHEIT – EVENTUELL – zu einer durchschnittlichen Lebenszeitverkürzung von 8 STUNDEN (4) führt (was selbst an einer vielbefahrenene Straße wohl kaum mehr als 20 Stunden ergeben dürfte). DAS wiederum wäre größenordnungsmäßig eher plausibel, denn Raucher verlieren bekanntlich etwa 10 Lebensjahre (also rund 3.650 Stunden; 5).

Wie steht dann aber eine derartige "Bagatelle" zu der UNWIDERLEGBAREN Tatsache, dass das "mittlere Sterbealter" in D seit Jahrzehnten um durchschnittlich 3 Monate, mithin 2.000 Stunden JÄHRLICH (6) ansteigt?

Da das MPIC also SYSTEMATISCH das Rauchen außer Ansatz lässt, sind die Aussagen NICHT ANSATZWEISE PLAUSIBEL. Die "Modelle" haben mit so etwas wie REALITÄT nicht das Geringste zu tun!

Da nun aber "genau so viele Raucher wie Raucher" betroffen sind, muss HÖCHST ERNSTHAFT die Frage erlaubt sein, wie man denn auf die abwegige Idee kommt, irgendjemand anders (zB die Landwirtschaft) hätte mit alldem auch nur das Geringste zu tun?

Die EIGENTLICHE Sorge der WHO gilt offensichtlich jenen »drei Milliarden Menschen, die ihre Mahlzeiten mangels Strom und Gas mit Feuerholz zubereiten, und dabei durchschnittliche Feinstaubbelastungen von etwa 900 Mikrogramm pro Kubikmeter tagtäglich« erleiden (7).

Literatur
1. https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/Smog%2FFeinstaub?nid=101578
2. Marco, C. D. et al. Particulate matters from diesel heavy duty trucks exhaust versus cigarettes emissions: a new educational antismoking instrument. Multidisciplinary Respiratory Medicine 11, 2-6 (2016).
3. Jarvis, M. J., Unstall-Pedoe, H., Feyerabend, C., Vesey, C. & Saloojee, Y. Comparison of Tests Used to Distinguish Smokers from Nonsmokers. Am J Public Health 77, 1435-1438 (1987).
4. Das Erste – Sendung plusminus vom 20.02.2019. Diesel-Debatte: Mathematiker wirft Umweltbundesamt Rechenfehler vor. (2019).
5. Carter, B. D. et al. Smoking and Mortality — Beyond Established Causes. N Engl J Med 372, 631-640 (2015).
6. Statistisches Bundesamt (Destatis). Durchschnittliches Sterbealter: Deutschland, Jahre, Geschlecht. (2018).
7. Peters, J. Feinstaub durch Silvesterknaller - Schall und Rauch statt akute Gesundheitsgefahr. (2017).

LNS

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